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Aus Saarbrücken nach Bad Tölz : Nicole und Peter Maximini mit ihrem Scania – 730 PS stark.

Unglaubliche Stimmung, lässige Location

Oberland Trucker-Treffen: So war die dritte Auflage des Brummi-Events

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Sehen und gesehen werden, hieß es am Wochenende wieder beim Trucker-Treffen im Moraltpark. Die dritte Auflage der Brummi-Veranstaltung war ein großer Erfolg.

Bad Tölz – „Können die alle echt fahren?“ Das wollte ein Bub, geschätzt acht Jahre alt, von seinem Papa wissen, als sie am Sonntag gemeinsam über den Festplatz am Moraltpark schlenderten. Das dritte „Oberland Trucker-Treffen“ hatte wieder ein sehr gemischtes Publikum – Jung und Alt – angezogen. Die Frage des Buben war durchaus nachvollziehbar. Einige der Trucks glichen eher Kunstwerken, wiesen noch dazu kein Krümelchen Staub auf.

Wie schafft man das? „Putzen“, sagte Martin Mair und lacht. Und das jeden Tag. Der Miesbacher präsentiert stolz seinen MAN. Darauf abgebildet ist der Drache aus „Herr der Ringe“. Ursprünglich, erzählt er, hätte er gerne einen Löwen wollen. Aber der Grafiker, bei dem er anfragte, hätte daran kein Interesse gehabt. Offener sei er für den Vorschlag mit dem Drachen gewesen. Eine Zeichnerin habe von Hand etwa ein halbes Jahr daran gearbeitet – immer wieder nebenbei. Mit Folie wurde die Zeichnung auf dem Truck aufgebracht. Er komme immer wieder gerne zu solchen Treffen, sagt Mair. „Man sieht alle, die man sonst nicht so oft trifft. Das ist hier wie eine große Familie.“

Bilder

Vor ihrem Truck steht Christina Scheib, im Gespräch mit mehreren Kollegen. Sie ist eine der Prominenten auf dem Festplatz – die Trucker-Prinzessin, die einem breiten Fernsehpublikum bekannt ist. „Nach dem Artikel in eurer Zeitung ist es richtig abgegangen“, sagt sie lachend. Alleine am Samstag habe sie für etwa 70 Fotos herhalten müssen, inzwischen hat sie eigene Autogrammkarten, die ebenfalls sehr gefragt sind. Was sie am Treffen reizt? „Man muss nur mal auf die Kennzeichen schauen: Die Leute hier kommen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland. Das ist schön.“

Aus Vöcklabruck in Oberösterreich ist beispielsweise Markus Mairinger angereist. Stolz präsentiert er seinen Kenworth-Truck – „importiert aus Kanada“. Ihm ist die Liebe zu schweren Lastwagen bereits in die Wiege gelegt worden, seine Familie besaß ein Fuhrunternehmen. Das Schmuckstück, das er in Tölz dabei hat, verwendet er allerdings nicht im Alltag – „aufgrund seiner Länge ist das auch nicht sehr praktisch“. Mairinger ist das zweite Mal beim Trucker-Treffen – „und sicher nicht das letzte mal. Das ist hier ein tolles Flair, eine lässige Location.“

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Begeistert sind auch Nicole und Peter Maximini aus Saarbrücken. „Es gibt viele schöne Trucks hier. Es macht Spaß, Kontakte zu knüpfen.“ An seinem Scania-Truck werkelt das Ehepaar immer wieder herum. „Jedes Jahr machen wir irgendetwas Neues.“ Sei es Beleuchtung oder Frontbügel. Der Truck tut allerdings auch im Alltag ganz normal seinen Dienst. Damit werden beispielsweise schwere Baumaschinen bis zu 35 Tonnen bewegt.

Ein echter Hingucker ist auch erneut die „Green Mamba“. Außen und innen ist sie im Schlangen-Design gehalten. Neun Monate lang arbeitete der Designer daran. Betreten werden darf sie nur ohne Schuhe. Zum zweiten Mal wurde Besitzer Olaf Sattler zum Trucker-Treffen eingeladen. Denn teilnehmen kann nur, wer eine Einladung erhält. Über 400 Bewerbungen habe es gegeben, sagt Organisator Peter Frech, rund 200 Trucks passen auf den Festplatz.

Das war das Harley-Treffen 2018

„Am Samstag bin ich gerade erst auf den Platz gefahren und war schon umringt von Leuten“, sagt Sattler. Es sei ein einziges Durchschieben gewesen. Mit dem Zuspruch ist auch Frech sehr zufrieden. „Das war am Samstag nicht zu toppen.“ Bis Sonntag um 5 Uhr in der Früh sei gemeinsam gefeiert worden. „So extrem war es noch nie.“ Es sei sehr friedlich und ruhig geblieben, sagt der „Jailhouse“-Chef. „Es gab überhaupt keinen Ärger.“

Obwohl es schon einige Stammgäste gibt, würden natürlich nicht jedes Jahr die gleichen Trucker eingeladen. „Wir sind froh, wenn die Leute sich die Zeit nehmen und herkommen“, so Frech. Diesmal seien Trucker aus Schweden und Finnland extra angereist. „Die Veranstaltung ist top gelaufen. Es war sehr schön – eine unglaubliche Stimmung.“

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