Ganz so schlimm ist es nicht, wie Hallenbadchef Reinhard Oberleitner anzeigt. Schon vor der Schwimmhalle dürfen die Masken abgelegt werden.
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Ganz so schlimm ist es nicht, wie Hallenbadchef Reinhard Oberleitner anzeigt. Schon vor der Schwimmhalle dürfen die Masken abgelegt werden.

Ab 5. Oktober ist das Tölzer Hallenbad wieder geöffnet

Schwimmen in Einbahnregelung

Das Tölzer Hallenbad öffnet Anfang Oktober wieder. Für alle Wasserratten gibt es aber besondere Regeln zu beachten.

Bad Tölz – Da werden sich die Tölzer Schwimmfreunde freuen. Nach Kristalltherme Trimini (Betrieb seit Ende Juni) und Isarwelle (seit 7. September) hat nun auch das dritte Hallenbad im Südlandkreis seine Öffnung angekündigt. Ab Montag, 5. Oktober, sollen Badefreunde wieder das Tölzer Hallenbad nutzen dürfen. Der Schwimmbetrieb wird aber streng reglementiert.

Das Team um den Tölzer Bäderchef Reinhard Oberleitner hält sich akkurat an die Vorgaben der Staatsregierung und des Bundesfachverbands. So dürfen sich nicht mehr als 38 Personen im Hallenbad aufhalten. Und die können auch nicht nach Belieben durch das 25-Meter-Becken kraulen, sondern müssen sich an die abmarkierten Bahnen halten. „Es gilt Einbahn-Regelung“, sagt Oberleitner. Bahn eins rauf, Nummer zwei runter. Bahn drei ist gesperrt. Vier und fünf sind wieder für den Schwimmbetrieb geöffnet.

Vor dem Schwimmbadbesuch: Fragen, ob noch Platz ist

Eine Zahl von 38 erlaubten Schwimmern ist nicht wenig, doch empfiehlt Oberleitner jetzt schon, vorher anzurufen (Telefon 0 80 41/79 72 06), um nicht wieder heimgeschickt zu werden. In der (größeren) Lenggrieser Isarwelle sind übrigens 51 Badegäste gleichzeitig erlaubt. Die Kristalltherme ist so weitläufig, dass bei gutem Wetter 900 Personen, bei schlechtem 600 gleichzeitig zugelassen sind.

In allen drei Bädern gelten die aktuellen Hygienebestimmungen. Also etwa 1,5 Meter Abstand, regelmäßige Händedesinfektionen an den bereitgestellten Spendern und natürlich die Maskenpflicht, die im Kassenbereich, in den Umkleiden bis zum Nassbereich gilt. Obligatorisch ist ebenfalls das Ausfüllen von Kontaktformularen, die in Lenggries und Kochel vorab übers Internet herunterzuladen sind. In Bad Tölz wird vorerst einmal nach dem Kassenbereich ein Bad-Mitarbeiter die Personendaten der Besucher aufnehmen.

Sauna muss noch geschlossen bleiben

Aufgrund der beschränkten Badegastzahl will Oberleitner vorerst keine Gruppen (etwa Aquajogging) zulassen. Für die beliebten städtischen Schwimmkurse (auf Antrag kostenlos für Anfänger) wird derzeit an einem Hygienekonzept gearbeitet, sagt Oberleitner. Das sei nicht ganz so einfach, da sich zum Beispiel in den Sammelumkleiden nicht mehr als fünf Kinder und fünf Eltern aufhalten dürfen. Die Kurse sollen aber wieder stattfinden. Es habe schon etliche Anfragen gegeben, erzählt der Bäderchef.

Frage an den Experten: Ist das Corona-Virus über das Wasser übertragbar? Nein, sagt Oberleitner. Das nach den geltenden Normen gechlorte Wasser in den Becken lasse keine Übertragung zu. Problematischer seien diesbezüglich die Lüftungsanlagen. Man habe aber im Tölzer Hallenbad sämtliche Umluftfunktionen abgestellt. Es werde nur Frischluft zugeführt. Letzteres erhöht – da die Luft angewärmt werden muss – aber auch die Betriebskosten.

Und wie steht es mit der Sauna? Wenn man die geltenden Regeln beachte, so Oberleitner, dann dürften gerade mal 10 Personen gleichzeitig saunen. Das sei in der Praxis nicht durchführbar, wenn man nicht Gäste heimschicken wolle. Deshalb sind die drei Saunen zu.

In der Kristalltherme Trimini hat man Saunabereiche mit ganz anderen Größen, sagt Betriebsleiterin Angela Schainost. Deshalb seien sie auch alle geöffnet. In der Herzogstand-Sauna können sich normalerweise maximal 300 Personen aufhalten und gesundschwitzen. Jetzt seien es halt nur 60 bis 80 Leute. Allerdings ist laut Schainost das Verwedeln nach den Aufgüssen derzeit verboten.

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