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Einheitliches Bild: Die Stadtmöblierung mit zum Beispiel (v. li.) Pflanztrögen, Spalieren und Fahrradständern soll ein einheitliches Erscheinugsbild bekommen. Im Bauausschuss wurden nun Skizzen des Architekten Max Otto Zitzelsberger gezeigt.

Stadtmöblierung

Bad Tölz soll Fahrradständer und Papierkörbe bekommen, die „nicht jodeln“

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Die Stadt Bad Tölz soll einheitlich „möbliert“ werden: Sitzbänke, Abfalleimer, Pflanztröge, Spaliere, Informationstafeln und Fahrradständer sollen ein gemeinsames Gestaltungskonzept erhalten. Im Bauausschuss des Stadtrats konnte sich nicht jeder für den ersten Entwurf erwärmen.

Bad Tölz– Die Stadt Bad Tölz soll einheitlich „möbliert“ werden: Sitzbänke, Abfalleimer, Pflanztröge, Spaliere, Informationstafeln und Fahrradständer sollen ein gemeinsames Gestaltungskonzept erhalten. Einen ersten Entwurf des Münchner Architekten Max Otto Zitzelsberger stellte der designierte Stadtbaumeister Florian Ernst in der jüngsten Sitzung des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses vor.

Der Entwurf sieht filigrane, einfache Möbel aus Metall vor. „Dadurch wird gewährleistet, dass die historischen Bestandsbauten ihren Charakter weiter voll entfalten können, während die Möbel dezent und unaufdringlich sind.“ Das Konstruktionssystem besteht aus teils geraden, teils geschwungenen Stützen, Riegeln und Streben, die ein wiedererkennbares Muster bilden. Das Design sei „zeitgemäß und nicht historisierend“, so Ernst. „Es schreit nicht, und es jodelt nicht“.

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Ingo Mehner (CSU) mahnte an, dass es „nicht nur gut ausschauen“ solle, sondern bei den Bänken auch der Sitzkomfort passen müsse. Margot Kirste (FWG) gab zu, dass ihr die Skizzen keine konkrete Vorstellung vermittelten. „Mir ist es egal, ob ein Papierkorb jodelt.“ Aber man sollte daran denken, „dass wir nicht in Baden-Baden sind. Es muss zu unserem Stil passen.“ Camilla Plöckl (SPD) fand den Entwurf „fast zu modern für unsere Stadt“. Peter Priller (Grüne) war es vor allem wichtig, dass als Material keine Tropenhölzer Verwendung finden.

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Gegen die Stimmen vom Kirste und Plöckl zeigte sich der Ausschuss schließlich mit der gezeigten Entwurfsplanung einverstanden und beauftragte die Verwaltung, weitere Schritte zu veranlassen.

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