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Sympathisch sein für Anfänger: Unterhaltsame Kommunikationstipps

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„Kommunikation auf Sympathisch“: Zu diesem Thema referierte Thomas Rührmair. 3-Ö-Trick: Wörter, Zuhören und Körpersprache
„Kommunikation auf Sympathisch“: Zu diesem Thema referierte Thomas Rührmair. 3-Ö-Trick: Wörter, Zuhören und Körpersprache © FS

Mit einem Mix aus Kommunikationstraining und Comedy gab Thomas Rührmair im Tölzer Marionettentheater Tipps und Tricks, um einen sympathischen Eindruck zu hinterlassen.

Bad Tölz – Mit verschränkten Armen und den Blick zu Boden gerichtet, steht Thomas Rührmair auf der Bühne. Als er anfängt zu sprechen, ist seine Stimme leise und klingt fast schon verschreckt. Plötzlich richtet er sich auf und begrüßt mit einem Lächeln im Gesicht das Publikum im gut besuchten Saal des Marionettentheaters in Bad Tölz. Mit diesem Auftakt zu seinem Vortrag „Kommunikation auf Sympathisch“ zeigte Rührmair direkt, worum es an diesem Abend gehen sollte. In einer Mischung aus Kommunikationstraining und Stand-up-Comedy gab er den Zuschauern einige praktische Tipps, wie man auf andere Menschen sympathischer wirkt.

Vortrag „Kommunikation auf Sympathisch“

„Ich hör mir selber gerne zu, deshalb habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht“, scherzte der Erlebnis-, Kommunikations- und Bewerbungstrainer aus Bad Tölz. Dass man die Wirkung von Worten nicht unterschätzen sollte, machte Rührmair von Beginn an klar. Denn mit den falschen Worten könne man so einiges kaputt machen. Damit es nicht zur „K.O.-Munikation“ komme und zwischenmenschlicher Kontakt gelinge, gebe es einiges zu beachten. Dazu reiche es aus, sich bewusst zu machen, wie man normalerweise mit anderen kommuniziert, so Rührmair. „Dann kann man bewusst kleine Details verändern.“ Kommunikation lasse sich mit dem Backen eines Apfelkuchens vergleichen, veranschaulichte Rührmair. „Je nachdem, ob man will, dass die Gäste wiederkommen, kann man das Rezept variieren“, so Rührmair. „Denn versalzener Apfelkuchen schmeckt den wenigsten.“

3-Ö-Trick: Wörter, Zuhören und Körpersprache

Als wichtiges Werkzeug zu einer sympathischen Kommunikation stellte Rührmair den „3-Ö-Trick“ vor: Wörter, Zuhören und Körpersprache seien die drei zentralen Stellschrauben. Bei der Wortwahl riet er zu direkten Formulierungen und zur Vermeidung des Konjunktivs. Stattdessen empfahl Rührmair konkrete und prägnante Aussagen. „Wenn jemand sagt: ,Eigentlich sollte man die Fenster putzen‘, fühle ich mich jedenfalls nicht angesprochen“, erklärt er. Auch vom in Bewerbungsanschreiben oft verwendetem Satz „Ich möchte mich bei Ihnen bewerben“, sei eher abzuraten. Außerdem sollte man laut dem Kommunikationstrainer versuchen, kurze Sätze zu bilden, „damit man am Ende noch weiß, was man am Anfang gesagt hat“. Faustregel: Mehr als 15 Wörter sollten es nicht sein. Die Art, wie man kommuniziert, ist allerdings auch immer vom jeweiligen Gesprächspartner abhängig. „Wenn ich zum Chef ,Guten Morgen, Schatz, wie hast du geschlafen?‘ sage, wird das wahrscheinlich nicht sehr gut ankommen“, witzelte Rührmair.

Umgang untereinander sehr wichtig

Für eine gelungene Kommunikation sei es aber nicht nur entscheidend, was man sage, sondern auch, wie man mit dem Gesprächspartner umgehe. Hier ist es laut Rührmair wichtig, dem anderen aufmerksam zuzuhören und auf sein Gegenüber einzugehen. Damit gehe auch ein Perspektivwechsel einher. „Indem man sich in sein Gegenüber hineinversetzt, nimmt man Dinge völlig anders wahr“, erklärte er. Aus seiner Erfahrung als Bewerbungstrainer berichtete er, dass viele Bewerber unsicher seien, was von ihnen im Gespräch erwartet wird. Hilfreich sei es, die „Bewerbungssituation umzudrehen“ und sich in den Chef hineinzuversetzen. Auch die Körpersprache sei ein wichtiger Teil der Kommunikation und bestimme unsere Wirkung auf andere. Zentral sei eine offene Körpersprache. „Man sollte aufrecht stehen und nicht wie eine Marionette an Fäden hängen“, so der Kommunikationstrainer. Mittels Mimik und Gestik lassen sich ihm zufolge bestimmte Sachverhalte verdeutlichen oder Gefühle zum Ausdruck bringen. Rührmair: „Wenn man diese Werkzeuge bewusst anwendet, schafft das Vertrauen und Sicherheit im Umgang mit verschiedenen Kommunikationssituationen.“ (Franziska Selter)

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