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Zukunftsvision von der Nordspange: An Kreuzungen am Maxlweiher und hinter Sitec sind große Kreisverkehre geplant. 

Baugenehmigung 2019 möglich

Trotz neuer Ampeln Stau an der Tölzer Flinthöhe - Baugenehmigung für Nordspange lässt auf sich warten

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Das tägliche Verkehrs-Chaos an der Tölzer Flinthöhe ist enorm. Die neuen Ampel-Anlagen helfen zwar, lösen die Verkehrsbelastung aber nicht. Die Baugenehmigung für die geplante Nordspange lässt auf sich warten - 2019 kommt sie aber vielleicht.

Bad Tölz – Eine neue Ampelanlage soll helfen, den Verkehr auf der Tölzer Flinthöhe so flüssig wie möglich zu halten. Bei allem Basteln an der bestmöglichen Programmierung (wir berichteten) gibt Martin Herda, für den Landkreis zuständiger Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim, aber zu: „Die Verkehrsbelastung auf der Bundesstraße 472 ist so hoch, dass die Probleme in diesem Bereich nicht vollständig befriedigend lösbar sind.“

Mit der Ampelsteuerung sei man „an den Grenzen des Möglichen angekommen“, sagt Herda. Derzeit könne man nur versuchen, die Staus zu minimieren „und einigermaßen gerecht auf die verschiedenen Äste zu verteilen“. Eine echte Erleichterung könne es erst durch die Nordspange geben.

Wann aber wird sie gebaut? Konkret kann Herda das derzeit nicht beantworten. Fakt ist aber, dass sich das Baugenehmigungsverfahren auf der Zielgeraden befindet. Wie berichtet hatten zuletzt die Träger öffentlicher Belange (Naturschutz, Immissionsschutz, Kommunen et cetera) sowie Privatpersonen nach einer zweiten Auslegung der überarbeiteten Planungen noch einmal Gelegenheit, ihre Einwände vorzutragen.

Details zur Nordspangen-Planung: Besserer Lärmschutz für Tölzer Bürger

„Diese Einwände werden bei uns derzeit abgearbeitet“, erklärt Herda. Die fertigen Antworten werden dann an die Regierung von Oberbayern, die Genehmigungsbehörde, geschickt. Die Regierung muss dann entscheiden, ob die Einwände so relevant sind, dass noch einmal ein Erörterungstermin nötig ist, also ein Treffen zwischen den Einwendern und Vertretern des Bauamts. Erst wenn alle Streitpunkte ausgeräumt sind, erteilt die Regierung die Baugenehmigung – bei einem Großprojekt wie diesem heißt sie Planfeststellungsbeschluss.

Wie berichtet hatte der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber vor einiger Zeit in der Jahresversammlung der Tölzer CSU in Aussicht gestellt, dass die Baugenehmigung im ersten Quartal 2019 zu erwarten sei. Dabei berief sich Bachhuber auf Informationen aus dem bayerischen Bauministerium. Herda widerspricht nicht, kann den Termin aber auch nicht bestätigen. Eine Baugenehmigung im Jahr 2019 sei „im Bereich des Möglichen“.

Und so wird die Nordspange aussehen: Rundflug über die Tölzer Nordspange als 3D-Animation.

Immerhin: Um die Abläufe zu beschleunigen, wird im Staatlichen Bauamt schon jetzt an der detaillierten Ausführungsplanung gearbeitet, wie sie dann auch den Baufirmen vorgelegt wird. Dass die Baubehörde das überhaupt darf, noch bevor die Baugenehmigung vorliegt, wird laut Herda durch die hohe Priorität der Nordspange im Bundesverkehrswegeplan ermöglicht.

Trotzdem könnten nicht unmittelbar nach der Genehmigung die Bagger anrollen. „So eine Ausführungsplanung ist nicht in einem Vierteljahr gemacht, und auch Ausschreibung und Vergabeverfahren brauchen ihre Zeit.“ Gänzlich unberechenbar ist noch, ob und inwieweit Klagen gegen das Vorhaben den Bau verzögern.

Gegenstimmen zur Tölzer Nordspange: "Wenn wir nichts fordern, kriegen wir nichts"

ast

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