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Unfall mit fünf Verletzten: Polizei berichtet von Heli-Einsatz wegen Klinik-Engpass - BRK widerspricht

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz, Veronika Mahnkopf

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Bei Bad Tölz ist es am Mittwoch zu einem schweren Autounfall mit fünf Verletzten gekommen.
Bei Bad Tölz ist es am Mittwoch zu einem schweren Autounfall mit fünf Verletzten gekommen. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Nahe Bad Tölz hat es am Mittwochmorgen heftig gekracht. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen mussten mit Hubschraubern in Kliniken geflogen werden. Ortsnah war kein Bett mehr frei - hieß es anfangs.

Bad Tölz - Bei einem Unfall nahe Bad Tölz in Oberbayern sind am Mittwochmorgen nach ersten Polizeiangaben fünf Menschen verletzt worden, zwei davon schwer.

Bad Tölz: Verletzte nach Unfall mit Heli weggeflogen - im Orts-Krankenhaus keine Kapazitäten mehr

Die beiden Schwerverletzten hätten mit Hubschraubern in Kliniken gebracht werden müssen, weil das nächstgelegene Krankenhaus offenbar keine Kapazitäten mehr gehabt habe, sagte eine Polizeisprecherin. Die Verletzungen der beiden seien aber nicht lebensgefährlich. Der Darstellung widerspricht allerdings der Bereichsleiter des BRK-Rettungsdienstes, Thomas Schnubel. „Ich muss das dementieren.“ Bei fünf Patienten, die alle ein ähnliches Verletzungsmuster aufweisen und eine ähnliche Behandlung brauchen, sei es nicht möglich, sie alle in ein Krankenhaus zu bringen.

Schwer verletzt nach Unfall: BRK-Bereichsleiter widerspricht Polizei

„Wir sind hier im ländlichen Raum. In einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung gibt es ja keine fünf Traumateams, die sich gleichzeitig um die Patienten kümmern können“, sagt Schnubel. Daher sei es in diesen Fällen einfach üblich, die Patienten auf verschiedene Krankenhäuser zu verteilen. Mit Rettungswagen wurden drei Verletzte in die nahen Kliniken nach Bad Tölz, Wolfratshausen und Agatharied gebracht. Zwei Patienten wurden mit Hubschraubern nach Murnau und Harlaching geflogen. „Auch das ist üblich, auch bei Patienten, die nicht schwerstverletzt sind.“

Natürlich wäre auch ein Transport mit dem Rettungswagen möglich gewesen. Aber mit Blick auf den durch die Hubschrauber deutlich schnelleren Transport, habe man sich dafür entschieden, sagt Schnubel. Dass vor Ort möglicherweise der Eindruck entstanden sei, dass der Abtransport der Verletzten etwas mehr Zeit in Anspruch genommen habe, „liegt einfach daran, dass es etwas dauert, bis man fünf Patienten auf Krankenhäuser aufgeteilt hat“.

Unfall bei Bad Tölz: So ist es passiert

Nach Angaben der Polizei war ein 19-jähriger Münchner gegen 7.45 Uhr mit seinem Audi auf der Staatsstraße 2072 von Geretsried kommend in Fahrtrichtung Bad Tölz unterwegs. Kurz vor dem Ortsteil Roßwies geriet der junge Mann mit seinem Pkw nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden VW Golf, den ein 64-jähriger Tölzer steuerte. Der Golf wurde von der Fahrbahn gegen einen Baum geschleudert. Der Audi kollidierte nach dem Zusammenprall noch mit einem ebenfalls entgegenkommenden VW Touran, den eine 40-jährige Frau aus Egling lenkte. Ihr Wagen wurde nach dem Aufprall nach rechts von der Straße geschleudert.

Staatsanwaltschaft gibt Gutachten in Auftrag

Alle drei Fahrer sowie die Beifahrer im Golf und im Touran trugen bei der Kollision Verletzungen davon und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zwei von ihnen wurden mit Hubschrauber in Kliniken geflogen. Daneben waren Einsatzkräfte der Feuerwehr, mehrere Rettungswagen des BRK und ein Notarzt vor Ort. Alle beteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 19 500 Euro.

Die Staatsstraße war während der Unfallaufnahme für etwa eine Stunde komplett gesperrt. „Da am Pkw des Unfallverursachers ein nicht eingetragenes Fahrwerk sowie nicht eingetragene Felgen und Reifen montiert waren, wurde durch den zuständigen Staatsanwalt ein technisches Gutachten angeordnet“, berichtet die Polizei.
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