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Vorbereitet auf den Blackout: „Leuchttürme“ in den Gemeinden dienen als Anlaufstellen

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Bild zeigt Blackout - Stromnetz überlastet
Wie ist der Landkreis für einen Blackout gerüstet? Darum ging es im Kreistag. © IMAGO

Wie rüstet sich der Landkreis für einen Blackout, also einen tagelangen Stromausfall. Das wollte Manuel Tessun (ÖDP) in der Kreistagssitzung am Montag wissen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Er habe zwar schon in der Zeitung gelesen, wie sich der Landkreis für einen „Blackout“ wappne, er wolle aber gerne noch einmal genauer wissen, wo man mit den Vorbereitungen auf einen langfristigen Stromausfall stehe. Eine Antwort auf diese Frage, die Manuel Tessun (ÖDP) am Ende der Kreistagssitzung am Montag stellte, wollte er von Landrat Josef Niedermaier. Vor allem interessierte sich Tessun für die geforderten „Leuchttürme“, die den Bürgern in jeder Gemeinde bei tagelangen Stromausfällen als Anlaufstelle dienen sollen.

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In den „Leuchttürmen“ gibt es Strom, Hilfe und Informationen

Dort gibt es Strom, man findet Hilfe bei Notfällen und soll sich mit aktuellen Informationen versorgen können. Letzteres ist besonders wichtig, weil die üblichen Kommunikationsmittel bei längerem Stromausfall nicht mehr funktionieren werden. „Der Mobilfunk ist relativ schnell weg“, sagte Niedermaier.

Anlaufstellen können Feuerwehrhäuser sein, aber auch Turnhallen

Diese „Leuchttürme“ könnten „die Feuerwehrhäuser sein, aber auch eine Schulturnhalle oder der Saal im Rathaus.“ Es sei aber Sache der jeweiligen Gemeinde, das in die Wege zu leiten. „In der Jachenau sieht die Lösung sicher anders aus als in der Stadt Wolfratshausen“, so Niedermaier. „Die meisten Gemeinden machen sich aber bereits intensiv Gedanken“, sagte der Landrat.

Landrat warnt davor, Panik in der Bevölkerung zu schüren

Und natürlich laufen auch auf Kreisebene Vorbereitungen. Denn es gebe ein gewisses Risiko, „wenn auch kein hohes Risiko“. Im Detail könne er das aber aus Sicherheitsgründen nicht offenlegen, sagte Niedermaier. Er warnte auch davor, Panik in der Bevölkerung zu schüren. „Je mehr wir darüber reden, desto hysterischer machen wir die Bevölkerung.“ Natürlich müsse klar sein, dass man im Falle eines „Blackouts“ nicht jeden häuslichen Pflegeplatz mit Strom versorgen könne, genauso wenig wie jeden Bauernhof, der Kühe zu melken hat. „Wir werden nicht alles regeln können“, sagte Niedermaier. „Aber bitte gehen wir doch sachte mit diesem Thema um, sonst verunsichern wir die Leute noch mehr.“  

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