Nach dem Spatenstich signierten alle Beteiligten – hier Verkehrsminister Andreas Scheuer – einen Spaten. Den durfte der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner mitnehmen.
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Nach dem Spatenstich signierten alle Beteiligten – hier Verkehrsminister Andreas Scheuer – einen Spaten. Den durfte der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner mitnehmen.

Maßnahmen gehen bald los

Bad Tölz: Vorbereitung auf Nordspange - Schrebergärten müssen weichen

  • Andreas Steppan
    VonAndreas Steppan
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Bad Tölz – Knapp drei Wochen sind seit dem symbolischen ersten Spatenstich für die Tölzer Nordspange vergangen. Nun kündigt das Staatliche Bauamt erste konkrete vorbereitende Maßnahmen an.

Bad Tölz - Schon in Kürze stehen laut dem Staatlichen Bauamt die ersten Maßnahmen zur Nordspange an. Zum einen muss am Lettenholz eine Schrebergarten-Siedlung für das künftige Baufeld weichen. Zum anderen stehen noch detaillierte Bodenuntersuchungen an. Dass das Schrebergärtner-Dasein zwischen Lettenholz und Bahnhof mit dem Bau der Nordumgehung ein Ende findet, darauf sind die Pächter seit Langem vorbereitet, man habe mit allen Betroffenen ein gutes Einvernehmen erzielt, sagt Martin Herda, der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim. Nachdem die Behörde die Grundstücke für das Bauvorhaben angekauft habe, sei nun für September die Übergabe der Parzellen geplant, heißt es in einer Pressemitteilung. Anschließend stehe der „Rückbau“ an, sprich: Gartenlauben und anderes, was sich in den Schrebergärten befindet, werden abgerissen.

Nordspange: Schrebergärten-Pächter schon länger auf Vorhaben vorbereitet

Zudem beginnen in diesem Herbst noch einmal genauere Bodenuntersuchungen im Bereich südlich der Allgaustraße. Ein Baugrundgutachten liegt bereits vor, so Herda. Wie berichtet war dessen Ergebnis – ein sehr inhomogener Baugrund, teils moorig, teils sandig und mitunter wenig standfest – einer der Faktoren, die zu einer Erhöhung der Kostenschätzung auf knapp 48 Millionen Euro beitrugen. Nun, so Herda, solle diese Untersuchung noch einmal „verdichtet“, also genauer und kleinteiliger durchgeführt werden. In dem Bereich gebe es zum Beispiel einen „stark schwankenden Grundwasserspiegel“. Auch sei auf mögliche Altlasten aus der Zeit der amerikanischen Kaserne zu achten.

Bodenuntersuchungen im Bereich südlich der Allgaustraße

Für die Bodenuntersuchungen werden laut Bauamt Bohrgeräte und Rammsondierungen eingesetzt. Dafür wiederum muss die jetzt hügelige Fläche erst einmal freigeräumt werden. Denn bei früheren Bauvorhaben wurde in der Historie hier immer wieder Abraummaterial aufgeschüttet. Das wird jetzt abgetragen und entsorgt, sodass man hier wieder auf das ursprüngliche Bodenniveau kommt. Im Winter folgen dann Rodungsarbeiten im Trassenverlauf der Nordumfahrung zwischen dem Maxlweiher und der Allgaustraße. „Sie dauern nach derzeitigem Planungsstand bis voraussichtlich Ende Februar 2022“, teilt das Staatliche Bauamt mit. Die Behörde strebt an, Ende 2022 mit dem eigentlichen Bauwerk Nordumfahrung zu beginnen. Ab da ist eine Bauzeit von drei Jahren vorgesehen. Derzeit treibt das Staatliche Bauamt die Ausführungsplanung nach eigenen Angaben „intensiv voran“. Für 2022 plant die Behörde einen Info-Flyer, der an die Bevölkerung verteilt wird.  

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