Im Tölzer Freibad Eichmühle planschten bis zu 700 Badegäste pro Tag.
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Im Tölzer Freibad Eichmühle planschten bis zu 700 Badegäste pro Tag.

Schwimmen unter Auflagen

Freibäder: Positive Bilanz einer ungewöhnlichen Saison

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Es war eine Saison wie keine andere: Die Freibäder in südlichen Landkreis Bad Tölz durften heuer nur unter Corona-Auflagen öffnen. Ihre Bilanz: Alles ist reibungslos verlaufen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Auch wenn noch ein paar sonnige und warme Tage im Tölzer Land bevorstehen, neigt sich der Sommer langsam dem Ende zu. Die ersten Freibäder haben ihre Türen bereits wieder geschlossen. Zeit für eine Bilanz.

Am 8. September konnte man zum letzten Mal in dieser Saison seine Bahnen im Tölzer Freibad Eichmühle ziehen. Trotz aller Corona-Auflagen und -Beschränkungen ist Reinhard Oberleitner von den Tölzer Stadtwerken – sie betreiben das Bad – recht zufrieden. „Mit Blick auf die entsprechenden Auflagen, die wir heuer hatten, ist die Saison gut verlaufen“, bilanziert er. In der „Oach“ habe es „so gut wie keine Probleme bei der Umsetzung der Abstands- und Maskenregelung“ gegeben. Der Einlass war begrenzt auf 1000 Besucher. „Aber wir waren an keinem Tag ausgelastet. Das Maximum waren 700 Badegäste“, sagt Oberleitner. Man habe gemerkt, dass einige zurückhaltend waren, was einen Besuch im Freibad anbelangte, beziehungsweise die Auflagen als zu unangenehm für einen entspannten Badetag erachteten. „Da war es an Seen oder der Isar weniger streng geregelt“, sagt Oberleitner.

Ins Freibad Eichmühle in Bad Tölz kommen deutlich weniger Jugendliche als sonst

Vor allem die Gruppen von Jugendlichen, die sonst die Eichmühle bevölkern, seien heuer deutlich weniger gewesen. „Wir konnten ja einiges aus unserem Standardprogramm nicht anbieten. Beispielsweise konnten wir die Beachvolleyballfelder nicht aufmachen“, erklärt er. Dennoch seien viele Stammgäste und Familien mit Kindern oft zum Planschen gekommen.

Gitti Pirchmoser, Mitbetreiberin des Arzacher Freibads, hat noch geöffnet. „Wir sind da recht flexibel und richten uns mit dem Saisonende nach dem Wetter. Solange es noch so schön ist, haben wir offen“, sagt sie. Auch in ihrem privat betriebenen Bad sei die Saison „den Umständen entsprechend gut verlaufen“. Sie habe aber öfter einen zwischenzeitlichen Einlassstopp verhängen müssen, da sich auch in Arzbach nur eine begrenzte Personenanzahl im Freibad aufhalten darf. „Zu uns kommen aber vor allem Stammgäste und Einheimische, die wussten, wie es abläuft, waren sehr verständnisvoll und hielten sich konsequent an die Auflagen.“

„Keine großen Probleme" mit Hygieneregeln im Alpenwarmbad Benediktbeuern

Das Benediktbeurer Alpenwarmbad hatte wegen des guten Wetters über das Ferienende hinaus bis zum gestrigen Sonntag geöffnet. An heißen Tagen seien immer „sehr viele Gäste“ gekommen, wie die langjährige Mitarbeiterin Roswitha Hirschinger auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt. Die Tickets für die beiden fixen Badezeiten mussten im Vorfeld online gebucht werden. Bei der Einhaltung der Hygienevorschriften habe es „keine großen Probleme“ gegeben.

Immer noch schwimmen kann man im Naturfreibad in Bichl. Aufgrund der spätsommerlichen Temperaturen hat die Gemeinde beschlossen, die Einrichtung bis einschließlich Dienstag, 15. September, geöffnet zu lassen. Generell sei das Schwimmangebot in der Loisachtalgemeinde „gut angenommen“ worden, sagt Bürgermeister Benedikt Pössenbacher. Durchschnittlich seien dennoch wesentlich weniger Gäste als in den Vorjahren ins Naturfreibad gekommen. „Das hängt aber vor allem mit dem sehr späten Saisonbeginn zusammen“, glaubt Pössenbacher.

Aus personellen Gründen hat das Naturfreibad Lenggries die Sommersaison bereits vor einer Woche beendet, wie es in einer Pressemitteilung der Gemeinde heißt. Damit ist aber im Isarwinkel nicht automatisch Schluss mit Schwimmen. Denn das Familienbad Isarwelle hat im nahtlosen Übergang seit 7. September nach längerer Corona-Pause wieder geöffnet.

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