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Die Traumhochzeit des Jahres: Der britische Prinz Harry und seine Meghan gaben sich im Mai 2018 das Ja-Wort. Auch im Landkreis haben sich vergangenes Jahr zahlreiche Paare getraut. 

Verliebt, verlobt, verheiratet

Im Landkreis wird gern geheiratet - Tölz verzeichnet Rekordjahr

Immer mehr Paare im Landkreis trauen sich. Ein Rekord an Eheschließungen verzeichnete 2018 das Tölzer Standesamt: 220 Trauungen gab es alleine in der Kreisstadt.

Bad Tölz-Wolfratshausen –  252 waren es im gesamten Standesamtbezirk, zu dem auch die Gemeinden Bad Heilbrunn, Wackerberg und Benediktbeuern gehören.

„So viele Trauungen gab es hier noch nie“, sagt Pressesprecherin Birte Otterbach. Der Ansturm verliebter Paare habe sogar zu einem „Aufnahmestopp“ geführt: „Wir konnten nicht alle Nachfragen bedienen.“ Und dieser Trend hält an: Täglich würden im Standesamt mehrere Terminanfragen eingehen – „schon jetzt ist jeder Samstag bis in den November 2019 ausgebucht“, berichtet Otterbach. Auch einige der vermeintlich unattraktiven Termine unter der Woche seien schon reserviert.

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In Bad Tölz heiraten jährlich mehr Paare als in den anderen beiden Landkreisstädten zusammen. Heiratsmuffel sind die Wolfratshauser und Geretsrieder dennoch nicht. „Seit drei, vier Jahren gibt es einen richtigen Aufschwung“, berichtet Corinna Gehring, Mitarbeiterin im Wolfratshauser Standesamt. Zwischen 120 und 130 Paare geben sich in der Loisachstadt jährlich das Ja-Wort. „Vor ein paar Jahren lagen wir noch unter 100 Eheschließungen.“ Dabei falle auf, „dass die Ehepaare gefühlt wieder jünger werden“. So lassen sich regelmäßig auch Mittzwanziger im Rathaus trauen. „Es ist ein schöner Trend, dass auch die jungen Leute wieder bereit für den Bund des Lebens sind“, findet Gehring. Aber auch Pärchen im zweiten Frühling schließen häufig den Bund fürs Leben.

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Ähnlich ist es in der Stadt Geretsried. „Sowohl junge als auch ältere Paare heiraten hier“, sagt Pressereferent Thomas Loibl. Etwa 100 Pärchen werden in der größten Stadt des Landkreises jährlich getraut – 99 Eheschließungen waren es 2018. „Diese Zahl ist seit einigen Jahren relativ konstant“, berichtet Loibl. „Heiraten ist auch hier nicht aus der Mode gekommen.“

Trauungen können durch die Standesbeamten der jeweiligen Rathäuser sowie durch die Bürgermeister vorgenommen werden. Auch wenn dies in erster Linie ein formaler, juristischer Akt ist, „gibt es sehr viele schöne und bewegende Momente“, sagt Otterbach. Sie erinnert sich beispielsweise an eine Trauung, „bei der die Tochter des Bräutigams für ihren Vater das Halleluja gesungen hat“ – ein ergreifender Moment für alle Beteiligten. 

Dominik Stallein

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