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Ein Lkw, der bei Bichl unter einer Brücke stecken blieb 

Die meist geklickten Artikel 2019 

Geschichten, die Emotionen weckten

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Von hungrigen Hirschen bis zum kuriosen Unfall: Diese Artikel bewegten die Menschen im Landkreis ganz besonders. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Landkreis. Über die vielen wichtigen, bewegenden oder auch mal amüsanten Ereignisse berichtete der Tölzer Kurier in 301 Zeitungsausgaben sowie online auf www.toelzer-kurier.de. Die Internet-Klickzahlen geben Aufschluss darüber, welche Themen auf besonderes Interesse stießen. Die Statistik zeigt, dass schwere Unfälle immer große Anteilnahme auslösen – allen voran etwa der Tod eines Großvaters und seines Enkels bei einem Zugunglück am Bahnübergang in Ried im Juli. Was außerdem die meisten Leser fand, zeigt die Hitliste der meistgeklickten Kurier-Artikel 2019.

Schwere Unfälle lösen große Anteilnahme aus 

Platz 10: Das Thema Obdachlosigkeit ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Leser zeigen sich aufgewühlt von den Schicksalen mehrerer Menschen, die sich unversehens in der Wohnungslosigkeit wiederfinden – wie etwa Leon und Alina, die im Auto leben, oder eine Schlehdorfer Familie, die nach der Wohnungskündigung auf der Straße steht.

Platz 9: Nach dem Krampuslauf auf dem Tölzer Christkindlmarkt schildert eine Besucherin, dass ihr einer der finsteren Gesellen so heftig mit der Weidenrute auf den Schenkel schlug, dass Striemen blieben. Der Vorfall löst eine heftige Debatte aus.

Löste heftige Debatte aus: Attacke bei Krampuslauf 

Platz 8: Verena Frech sorgt im Juli für Positiv-Schlagzeilen. Mit einem Schnitt von 0,86 ist die Lenggrieserin Bayerns beste FOS-Abiturientin. Die Leser freuen sich mit ihr – und verschlingen den Artikel, der erklärt, wie die 19-Jährige zur Traumnote kam.

Verena Frech 

Platz 7: Der Walchensee gehört zu den schönsten Orten Bayerns. Doch der Massenansturm der Ausflügler und Urlauber bringt die Region an die Grenzen der Belastbarkeit. Die fortlaufende Berichterstattung über die Auswüchse und die geplanten und teils umgesetzten Maßnahmen, um die Probleme in den Griff zu bekommen, stößt auf reges Leserinteresse.

Platz 6: Es gibt kaum ein interessanteres Thema als das Wetter. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich in der Klick-Statistik zwei regionale Experten mit höchst unterschiedlichen Vorhersage-Methoden. Die Winter-Prognose von Königskerzen-Orakel Sepp Haslinger aus Benediktbeuern und die Analyse „So heiß werden die Ferien“ des Ellbacher Meteorologen Kai Zorn ziehen fast gleich viel Aufmerksamkeit auf sich.

Platz 5:Nach neun Jahren gibt es traurige Gewissheit: Die seit 2010 vermisste Marion K. aus Bad Tölz wird im September tot aufgefunden. Eine Sennerin, die bei Bayrischzell auf der Suche nach einem entlaufenen Jungtier ist, findet die sterblichen Überreste der Frau.

Schneechaos weckte Interesse vieler Leser 

Platz 4: Die heftigen Schneefälle und die Folgen halten zu Jahresbeginn die Öffentlichkeit in Atem. Die Kurier-Leser sind erschüttert über den Tod eines Mannes, der am Blomberg von einem Baum erschlagen wird, und über ein Unglück bei Fall:Ein Schneepflugfahrer stürzt mit seinem Räumfahrzeug in die Isar und stirbt. Viel Aufmerksamkeit zieht aber auch die Meldung auf sich, dass das Skigebiet am Brauneck wegen zu viel Schnee schließt. Viele Menschen lesen auch nach, warum hungrige Hirsche, die unter der Schneeschicht kein Futter mehr finden, auf Nahrungssuche durch das Dorf Walchensee ziehen. Im News-Ticker „Tölz live“ hält der Tölzer Kurier die Leser jederzeit auf dem Laufenden – während der „Schneechaos“-Tage schnellen die Zugriffszahlen in die Höhe.

Hungrige Hirsche auf Nahrungssuche

Platz 3: An einen solchen Trauerfall können sich selbst alteingesessene Loisachtaler nicht erinnern: In Kochel werden im Oktober Vater und Sohn am selben Tag beerdigt. Johann (84) und Georg Schwaiger (61), die beide den Gebirgsschützen verbunden waren, sterben innerhalb von drei Tagen. Die Anteilnahme ist groß.

Platz 2: Zwei Gerichtsverhandlungen sorgen im Juli und August für Aufsehen. Eine davon dreht sich um einen Unfall auf der Tutzinger Hütte am Fuß der Benediktenwand. Ein Münchner Gast, der zur Toilette wollte, war betrunken durch eine Fluchttür auf eine ungesicherte Plattform im ersten Stock getreten und von dort drei Meter in die Tiefe gestürzt. Seither sitzt er im Rollstuhl. Das Landgericht München II spricht ihm nun Schadenersatz zu, sieht aber auch eine Teilschuld bei ihm selbst.

Noch mehr Leserinteresse zieht der Fall vom bösen Ende eines feucht-fröhlichen Junggesellinnen-Abschieds auf sich: Eine 25-jährige Münchnerin soll auf der Fahrt von einer Isarwinkler Berghütte ins Tal ein Quad gegen einen Baum gesetzt haben. Ihr Beifahrer verletzte sich – sie hatte 1,8 Promille intus. Letztlich kann das Gericht nicht nachweisen, dass die junge Frau tatsächlich am Steuer saß, sie wird freigesprochen.

Unfall in Bichl ist meistgeklickter Artikel 2019 

Platz 1: Nach einem Unfall bei Bichl bietet sich im Oktober ein kurioses Bild, das die Blicke – und die Klicks – auf sich zieht: Ein Lastwagen samt Anhänger bleibt unter einer Brücke stecken. Der vordere Teil des Gespanns ragt steil in die Höhe. Der 80-jährige Fahrer erklärt, er habe wohl den Kran nicht richtig eingefahren. Zwischen Bichl und Kochel liegt der Bahnverkehr lahm. Warum, erfahren Betroffene und andere Interessierte auf toelzer-kurier.de.

Lesen Sie auch: Spektakulärer Unfall unter Brücke

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