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Sepp Lausch ist Direktkandidat der Bayernpartei für die anstehende Landtagswahl.  

Landtagswahl

„Die Bayernpartei ist wieder da“

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Sepp Lausch ist als Direktkandidat der Bayernpartei für die Landtagswahl nominiert.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Zuletzt schien es so, als würde es ein wenig kriseln in der Bayernpartei (BP). Nach dem Rücktritt des Bad Heilbrunners Franz Nguyen aus persönlichen Gründen stehen die Föderalisten im Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen ohne Chef da. Der Kocheler Martin Haberfellner und der Ickinger Florian Hermann führen die Geschäfte kommissarisch. Maximilian Stocker aus Icking – im vergangenen Bundestagswahlkampf noch Direktkandidat und Hoffnungsträger der Partei – tritt aus beruflichen Gründen kürzer. Doch bei der Aufstellungsversammlung der BP-Kreisverbände Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen für die anstehende Landtagswahl war von einer Krise wenig zu spüren. „Ausgesprochen gut war die Stimmung“, sagt Sepp Lausch, stellvertretender Parteichef.

Generalsekretär und Bezirksrat Hubert Dorn ging vor Beginn der Abstimmung auf die aktuelle politische Entwicklung ein. Sein Fett wegbekam der designierte Ministerpräsident: Markus Söder habe vor einigen Jahren erst tausende Sozialwohnungen privatisiert, nun wolle er plötzlich etliche Sozialwohnungen neu bauen, ätzte Dorn. Ebenso habe Söder die Versiegelung der Landschaft zunächst vorangetrieben, die er als Ministerpräsident nun wieder stoppen möchte. „Wenn jemals das Sprichwort vom Bock zum Gärtner gut passte, dann bei der Ernennung von Markus Söder zum Spitzenkandidaten der CSU“, sagte Dorn.

Einstimmig einigten sich die BP-Mitglieder beim anschließenden Votum auf Sepp Lausch als ihren Direktkandidaten für die Landtagswahl. Der 47-jährige Fachagrarwirt und Nebenerwerbs-Landwirt wohnt in Tattenhausen bei Großkarolinenfeld im Landkreis Rosenheim. Er betreibt eine Beratungsfirma für erneuerbare Energien, ist verheiratet und Vater dreier Söhne. Seit 2002 ist Lausch Kreisrat – und seit 2015 Partei-Vize. Er engagiert sich bereits seit seiner frühen Jugend in der Brauchtumspflege, war unter anderem elf Jahre bayerischer Landesvorplattler und Gauvorplattler.

Als politische Ziele nennt Lausch „die Bewahrung der bayerischen Lebensart, im Besonderen der bairischen Sprache“. Zudem möchte er die negativen Entwicklungen im Tölzer und Werdenfelser Land, wie „die Verkehrssituation, den Siedlungsdruck, die Flüchtlingsproblematik und die Verschandelung der Landschaft“ thematisieren.

Die Bayernpartei habe im Freistaat über 6000 Mitglieder und liege damit auf Augenhöhe mit den Grünen und der FDP in Bayern. „Bei den Umfragen liegen wir schon bei vier Prozent“, zeigte sich Lausch in seinem Schlusswort optimistisch. „Und dieses eine Prozent schaffen wir auch noch, wenn wir alle zusammenhelfen. Die Bayernpartei ist wieder da.“

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