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Traurige Corona-Nachricht: Winter-Tollwood abgesagt - obwohl es kurz zuvor noch Hoffnung gab

Traurige Corona-Nachricht: Winter-Tollwood abgesagt - obwohl es kurz zuvor noch Hoffnung gab
Laub sollte nicht einfach auf dem Rasen liegengelassen werden, raten Gartenexperten.
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Laub sollte nicht einfach auf dem Rasen liegengelassen werden, raten Gartenexperten.

Arbeiten im Herbst

Experten geben Tipps: So wird der Garten winterfest

Der erste Frost naht: Was tun, wenn jetzt noch grüne Tomaten an den Sträuchern hängen? Und wie und wann schneide ich meine Bäume zu? Der Tölzer Kurier fragte bei Experten nach.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Bald schon dürften im Tölzer Land erstmals im Herbst frostige Temperaturen zu verzeichnen sein. Viele Dahlien zum Beispiel stehen aber jetzt noch in voller Pracht. Wer sich auch kommendes Jahr an ihnen erfreuen will, muss die Knollen vor Beginn des Winters aus der Erde nehmen. „Diese Pflanzen sind nicht frosthart“, sagt Regina Demmel vom Vorstandsteam des Obst- und Gartenbauvereins Lenggries. Im Winter komme es bei Dahlien vor allem auf die richtige Lagerung an: „Die Knollen sollten in einer Kiste mit Sand und Erde überwintern“, rät Demmel. Empfehlenswert sei ein Karton mit Löchern, damit die Pflanzen auch atmen können. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich Schimmel bildet.

Wann der perfekte Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt ist, das ist schwer zu sagen. „Die Bäume können sowohl im Herbst als auch im Frühling zurückgeschnitten werden“, sagt Demmel. „Die Tendenz geht aber eher Richtung Frühjahr.“

Wann wird es Zeit, Kübelpflanzen ins Haus zu holen?

Für den Umgang mit Kübelpflanzen hat die Lenggrieserin ebenfalls ein paar Ratschläge parat. Bei einzelnen Frostnächten reiche es, die Töpfe abzudecken, um die Blumen so vor den eisigen Temperaturen zu schützen. Nehmen die kalten Nächte zu, meistens im November, sei es aber auf jeden Fall an der Zeit, die Kübel ins Haus zu holen. „Die Pflanzen sollten an einem nicht zu warmen oder zu dunklen Ort überwintern und nur mäßig gegossen werden“, sagt Demmel. Das eigene Wohnzimmer eigne sich zum Überwintern der Pflanzen meistens nur bedingt, weiß sie.

Auch jetzt im Herbst ist es noch möglich, neue Sträucher und Stauden anzupflanzen. „Sie dürfen aber nicht empfindlich auf Frost reagieren“, sagt Demmel.

Außerdem könne man derzeit noch Spinat und Feldsalat anbauen. Je nach Witterung könnte man im Spätherbst sogar noch ernten. „Wenn der Feldsalat aber schon zugeschneit ist, sollte man bis zum Frühjahr mit der Ernte warten“, meint die Lenggrieserin. Dies sei kein Problem, da der Salat die kalte Jahreszeit gut überstehe.

Jetzt ist die richtige Zeit, um Blumenzwiebeln zu setzen

Wer im Frühjahr einen prächtigen Garten haben möchte, sollte jetzt Blumenzwiebeln setzen, etwa Narzissen und Tulpen. „Damit Rosen den Winter gut überstehen, genügt es, die Wurzeln mit Erde zu überhäufen“, sagt Karin Siegert, die Vorsitzende des Gartenbauvereins Bad Tölz. Außerdem sollte man die Triebe ein wenig kürzen. „Jedoch nicht zu viel, da im Frühling bereits ein weiterer Rosenschnitt erfolgt.“

Zurückschneiden muss man jetzt aber viele Sträucher, auch Wacholder, sagt Siegert. Kirschlorbeer hingegen dürfe im Herbst nicht zurückgeschnitten werden. Und wer an seinen Tomatenpflanzen noch grüne Früchte hängen habe, sollte sie ernten und an einem sonnigen Platz, etwa am Küchenfenster, nachreifen lassen.

Nach dem letzten Rasenmähen nicht den Grasschnitt liegen lassen

Für einen winterfesten Garten ist es außerdem wichtig, die Wasseranschlüsse an der Außenseite am Haus abzustellen. „Zuvor sollte man die Leitungen und Schläuche aber komplett entleeren“, sagt die Tölzerin. „Sonst besteht die Gefahr, dass bei Frost das Wasser darin gefriert.“ Siegert rät auch, den Rasen noch mal zu mähen. Den Grasschnitt sollte man jedoch nicht liegenlassen. „Das vermoost sonst alles.“ Das Gleiche gelte für herabfallendes Laub. Zusammengerecht in einer Ecke bietet Laub aber eine gute Rückzugsmöglichkeit für Igel.

Viele Gartenarbeiten, sagt die Vereinsvorsitzende, könne man selbst erledigen. Wer jedoch unsicher sei, etwa beim Obstbaumschnitt, sollte sich Rat bei einem Fachmann holen. „Vor allem durch zu starken Rückschnitt kann man viel kaputt machen.“

Von Franziska Selter

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