Kriterien erfüllt: Der Landkreis kommt in den Genuss des staatlichen Förderprogramms für staatliche Geburtshilfe.  Foto: dpa
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Kriterien erfüllt: Der Landkreis kommt in den Genuss des staatlichen Förderprogramms für staatliche Geburtshilfe.

Bad Tölz-Wolfratshausen

Eine Million Euro für stationäre Geburtshilfe

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
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Gute Nachrichten für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Für das Jahr 2019 erhält er als Ausgleich für das Defizit in der stationären Geburtshilfe eine Million Euro.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Das Jahr ging für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit einer guten Nachricht zu Ende: Für das Jahr 2019 erhält er als Ausgleich für das Defizit in der stationären Geburtshilfe eine Million Euro. Es handelt sich dabei um eine Förderung der Regierung von Oberfranken.

Bad Tölz-Wolfratshausen: Stationäre Geburtshilfe bekommt eine Million Euro

Die Gelder stammen aus den Mitteln des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Seit dem 1. Juli 2019 betreibt das Krankenhaus Starnberg in den Räumen der Kreisklinik Wolfratshausen eine Außenstelle seiner Geburtshilfe. Grundlage dieser landkreisübergreifenden Zusammenarbeit ist ein Beschluss des Kreistages vom 6. April 2018.

Mit diesem hatte sich der Landkreis auch verpflichtet, dass entstehende Defizit der Geburtshilfe zu tragen. Der Landkreis kommt nun in den Genuss der Förderung, weil 2019 erstmals die Kriterien der bayerischen Geburtshilferichtlinien erfüllt wurden. Anders als im Vorjahr, als der Kreis zwar mit den Fördermitteln gerechnet hatte, aber knapp die Richtlinien nicht erfüllt hatte, somit leer ausging und das Defizit allein tragen musste.

Stationäre Geburtshilfe in Bad Tölz-Wolfratshausen: Für Fördermittel gelten strenge Kriterien

Fördermittel gibt es für Geburtshilfestationen mit 300 bis 800 Geburten pro Jahr. Dieses Kriterium erfüllte Wolfratshausen 2018 auch schon mit 572 Geburten. Das Problem war Kriterium Nummer zwei: Mindestens die Hälfte aller Neugeborenen im Landkreis muss auch tatsächlich dort geboren werden.

2018 fehlten hier 85 Geburten, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Nun sieht es anders aus: 2019 wurden am Standort Wolfratshausen 615 Geburten betreut. Und das entspricht rund 52 Prozent der nach Melderecht angemeldeten Neugeborenen im Landkreis. Insgesamt wurden 2019 im Landkreis 1194 Neugeborene gemeldet.

Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) freut sich sehr über die Zusage des Defizitausgleichs und die damit verbundene Entlastung des Kreishaushalts. „Ich bin überzeugt, dass die damalige Entscheidung für die Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus Starnberg die richtige für unsere Bevölkerung war“, sagt er. „Und ich freue mich, dass das Angebot so gut von unseren werdenden Müttern angenommen wird.“  

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