Warnschilder stellte die Feuerwehr Mürnsee auf. FFW Mürnsee

Sturm und Regen: Einsätze für die Feuerwehren

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Mit überfluteten Straßen und umgestürzten Bäumen hatten die Feuerwehren im Landkreis am Montag und Dienstag zu kämpfen. Ein Überblick.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Regen und Sturm bescherten den Landkreisfeuerwehren zwischen Montagnachmittag und Dienstagvormittag einige Einsätze. 19-mal wurde laut Kreisbrandrat Alfred Schmeide ausgerückt – „aber wir sind recht glimpflich davongekommen“.

Montagnachmittag ging es hauptsächlich um überflutete und mit Dreck und Geröll verschmutzte Straßen. Um 20.30 Uhr wurde die Feuerwehr Mürnsee privat alarmiert, sagt Kommandant Thomas Girgnhuber. „Wir waren aber schon vorbereitet.“ Die Straße zwischen Mürnsee und Kiensee war überflutet, ein entsprechendes Schild warnte die Autofahrer. „Viel hätte aber nicht gefehlt, und wir hätten die Straße sperren müssen.“ Außerdem musste „wie jedes Jahr“ in Kiensee bei einem Haus das Wasser außen weggepumpt werden, damit es nicht eindringt. „Das haben wir etwa eine Stunde lang gemacht.“ Um 22.30 Uhr war der Einsatz beendet. Um 6.30 Uhr am Dienstag ging es aber gleich weiter. Zwischen Hohenbirken und Fletzen musste ein Baum von der Straße entfernt werden. Danach beruhigte sich die Lage, so Girgnhuber.

Zum Höhepunkt des Sturms: Alarmierungen im Minutentakt

Auch die Feuerwehr Ellbach musste Dienstagmorgen ausrücken. Zwischen Kirchbichl und der Abzweigung nach Schnait blockierte ein Baum die Straße. „Wir waren mit sechs Mann an der Einsatzstelle“, so Gruppenführer Thomas Pollmann. Nach etwa 45 Minuten war der Baum entfernt.

Den Höhepunkt hatte der Sturm laut Schmeide am Dienstagmorgen um etwa 6 Uhr. „Um 6.06 Uhr gab es die erste Alarmierung wegen eines umgestürzten Baums. Danach ist es eine Weile im Minutentakt weitergegangen.“ In Geretsried stürzte ein Baum am Tegernseeweg auf ein geparktes Auto. Wie lange das Entfernen der Bäume dauert, hängt laut Schmeide von deren Größe ab und ob sie in der ganzen Länge oder etwa nur mit der Spitze auf die Straße ragen.

Umgestürzte Bäume legten Dienstag in der Früh auch den Zugverkehr der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) lahm. Zwischen Schaftlach und Holzkirchen war die Strecke gesperrt, es kam zu Verspätungen und Zugausfällen – betroffen waren auch zahlreiche Schüler, die nach Tölz pendeln. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Auch Wintersportler konnten am Dienstag nur eingeschränkt die Pisten hinunterflitzen. Am Brauneck war die Kabinenbahn aufgrund starker Windböen außer Betrieb, die oberen Abfahrten gesperrt. Die Lifte im Tal waren nutzbar.

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