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Bad Tölz-Wolfratshausen: Während der Pandemie ist viel im Hintergrund passiert

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Von: Melina Staar

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Das Geländer des Isar-Stegs zwischen Arzbach und Obergries wurde erhöht. Hier kamen Leader-Mittel zum Einsatz.
Das Geländer des Isar-Stegs zwischen Arzbach und Obergries wurde erhöht. Hier kamen Leader-Mittel zum Einsatz. © Archiv

Zahlreiche Projekte hat die Leader-Aktionsgruppe (LAG) im Landkreis in diesem Jahr angeschoben und zum Abschluss gebracht. Auch für 2022 gibt es viele Pläne. Eine Bilanz wurde nun in der Jahresversammlung gezogen, die pandemiebedingt online abgehalten wurde.

Bad Tölz-Wolfratshausen - Das Leader-Programm fördert die Entwicklung im ländlichen Raum. Seit 2014, so Andreas Wüstefeld, LAG-Manager am Landratsamt, seien 2,25 Millionen Euro an Fördergeldern ausgeschüttet worden, insgesamt habe das im Landkreis für Investitionen in Höhe von fünf Millionen Euro gesorgt.

„Es ist dieses Jahr sehr viel im Hintergrund passiert“, sagte Wüstefeld. So habe es zahlreiche Beratungsgespräche und Ortstermine gegeben, wie beispielsweise zum Wanderwegekonzept Lenggries/Tölzer Land Süd – „damit wir in Zukunft eine gute Ausschilderung und bessere Besucherlenkung haben“ – sowie zum Neubau des Berg- und Wasserwachtzentrums in Kochel. Aufgrund der Pandemie habe sich einiges geändert. Der Förderbescheid zum Neubau des Schützenhauses in Linden sei online übergeben worden. „Danke an alle, die diese Projekte auf den Weg gebracht haben.“ Derzeit sind noch über zwei Millionen Euro im Projekt-Speicher, die noch investiert werden könnten.

Etliche Projekte wurden bereits erfolgreich abgeschlossen

Doch wohin sind die Leader-Gelder bisher geflossen? Zu den abgeschlossenen Projekten zählen der Bewegungsparcours Geretsried, das Konzept zur Weiterentwicklung der Kräuter-Erlebnis-Region Tölzer Land, die Mountainbike-Machbarkeitsstudie, die Fusion der Anbietergemeinschaften Urlaub auf dem Bauernhof, das Badehaus Wolfratshausen-Föhrenwald, die Demokratiewerkstatt der Jugendsiedlung Hochland und die Gefahrenbeseitigung am Isarradweg durch die Geländererhöhung am Isarsteg in Obergries.

Einige Projekte sind derzeit am Laufen. Dazu zählen die bereits Erwähnten (Wanderwegekonzept, Berg- und Wasserwachtzentrum Kochel, Schützenhaus Linden). Daneben wird auch der Neubau der Bergwacht-Rettungswache auf der Flinthöhe gefördert. „Hier fließt auch viel ehrenamtliches Engagement mit ein“, sagte Wüstefeld. Finanzielle Unterstützung aus dem Fördertopf gibt es unter anderem für ein Willkommenszentrum im Kloster Benediktbeuern, die Surfwelle in Wolfratshausen sowie das Radverkehrskonzept „Alltagsradverkehr im Landkreis“.

Neue Bewerbung als Leader-Region

Um auch künftig Leaderregion zu sein, ist eine neue Bewerbung notwendig, erklärte Gwendolin Dettweiler vom LAG-Management. Diese sei ab sofort möglich. „Die Auswahl wird im Spätherbst 2022 getroffen werden.“ Die neue Förderperiode startet dann 2023. In der aktuellen Förderperiode sind noch Mittel in Höhe von etwa 30 Millionen Euro vorhanden.

Die Leader-Aktionsgruppe habe sich aber auch vorgenommen, so Dettweiler, einige Verfahren zu vereinfachen. So soll es künftig möglich sein, dass Sitzungen und Abstimmungen online erfolgen können. Auch sei es sinnvoll, über einen neuen Internetauftritt nachzudenken.

An dem neuen Aktionsplan für 2022, den Dettweiler vorstellte, hatte schließlich kein Teilnehmer etwas auszusetzen. Hierbei ging es vorrangig um Termine von geplanten Sitzungen und Veranstaltungen.

„Wir haben den Bestand etwas steigern können“, sagte Schatzmeister Manfred Gasteiger. Gut 7000 Euro sind in der Kasse des Vereins. Einnahmen kommen aus den Mitgliedsbeiträgen der Gemeinden sowie Zuwendungen des Landkreises. Mit großen Ausgaben für den Verein sei 2022 nicht zu rechnen. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Schließlich gibt es noch einen Wechsel in der Führungsmannschaft. Der bisherige Beisitzer Andreas Rosen scheidet aus dem Vorstand aus. Als sein Nachfolger wurde einstimmig Rupert Fichtner gewählt. „Ich freue mich, wenn ich hier mitwirken darf“, sagte er.

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