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Gute Noten bei der Wasserqualität: Der Eichsee bei Schlehdorf, beliebtes Ziel für Badefreunde. 

Wasserqualität 

Badegewässer derzeit einwandfrei

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92 Prozent der Gewässer in Deutschland sind in irgendeiner Form belastet. Darauf machten die Umweltschützer des BUND kürzlich aufmerksam. Wie steht es um die Wasserqualität im Landkreis?

Bad Tölz-Wolfratshausen – „Die Qualität aller Badegewässer ist derzeit einwandfrei“, sagt Sabine Schmid, stellvertretende Pressesprecherin des Landratsamts, auf Nachfrage. „Die Wasserqualität in Badegewässern wird zum Schutz der Badenden von unserem Gesundheitsamt in der Zeit von Mai bis September regelmäßig alle vier Wochen überwacht.“ Dabei werde das Ausmaß der fäkalen Verunreinigung festgestellt. Das heißt, es wird überprüft, ob bestimmte Darmbakterien wie Kolibakterien oder intestinale Enterokokken vorkommen. Die Badegewässer erhalten dann eine Qualitätseinstufung. „Je schlechter die Wasserqualität, desto höher das Risiko, dass Krankheitserreger vorkommen“, so Schmid.

Das Landratsamt veröffentlicht monatlich auf seinen Internetseiten die Berichte zur Wasserqualität. „Lediglich vier Weiher entsprechen qualitativ nicht den hohen Anforderungen“, sagt Schmid. Seit vielen Jahren besteht bereits ein Badeverbot für den Degerndorfer Weiher, den Hochlandlager Weiher, den Lenggrieser Baggerweiher am Trattenbach sowie den Lenggrieser Baggerweiher nahe der Bretonenbrücke. Der Grund: Dort gab es in der Vergangenheit mehrfach fäkale Verunreinigungen. Trotz intensiver Ursachensuche und umfangreicher Proben, so Schmid, lassen sich diese auch in Zukunft nicht sicher ausschließen.

Übrigens: Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vergangenes Jahr den Starnberger See – auf der Seite des Landkreises Weilheim – und einige weitere südbayerische Gewässer auf antibiotikaresistente Bakterien untersucht. Die Mehrheit der Gewässer zeigte keine Belastung auf, das LGL wird die Entwicklung aber weiter beobachten.

Denn, so das Amt in einer Pressemitteilung: „Schon jetzt kann man aber festhalten, dass in Badegewässern die größte Infektionsgefahr für die Badenden von fäkaler Verunreinigung an sich ausgeht, unabhängig von Antibiotikaresistenzen.“

Aktuelle Infos

über die Wasserqualität im Landkreis gibt es auf der Homepage des Landratsamts: www.lra-toelz.de

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