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Alles bereit: Hier entsteht die neue Boluderhalle auf der Flinthöhe. 

Bau der neuen Boulderhalle

Neue Kletter-Erlebniswelt auf zwei Ebenen in Tölz

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Gute Nachrichten für alle Kletterfreunde: Der Bau der neuen Boulderhalle auf der Flinthöhe hat begonnen. Ab dem kommenden Winter soll auf zwei Ebenen gesportelt werden können.

Bad Tölz– Die Bauarbeiten für die Boulderhalle auf der Flinthöhe stehen in den Startlöchern. Die zwei alten US-Garagen wurden bereits abgerissen. Diese Woche sollen die Erdarbeiten beginnen, teilt Birte Otterbach, Pressesprecherin der Stadt Bad Tölz, auf Anfrage mit. „Zunächst muss aber das Material vom Abbruch weggeschafft werden.“ Dafür werden Proben genommen um zu kontrollieren, wo es gelagert werden kann.

Wie berichtet wird die Halle von der Stadt selbst gebaut. Diese wird etwa acht Meter hoch sein. Zwischen dem bestehenden Gebäude und der neuen Halle wird eine Verbindungsbrücke gebaut – damit die Autos weiterhin auf den Parkplatz fahren können. „Auch der Betonboden wird von der Stadt gemacht“, erklärt Otterbach. Dann wird das Bauwerk an den Trägerverein vermietet, der sich um den Innenausbau kümmert.

„Wir sind gerade dabei uns zu entscheiden, von welchem Hersteller die Kletterwände kommen sollen“, sagt Tom Hesslinger von der Tölzer Alpenvereinssektion und Schatzmeister des Trägervereins. Man habe den Firmen grobe Vorgaben gemacht, etwa die Maße. „Jetzt dürfen sie ihre Spezialisten loslassen“, sagt Hesslinger lachend. Unterschiede gebe es bei den Formen oder Überhängen. „Das wird eine richtige Erlebniswelt für Kletterer werden“, freut er sich. Heutige Boulderhallen seien beeindruckend, würden sich von der Optik her den Gegebenheiten in der Natur anpassen.

Zwei Ebenen werden eingebaut. Im oberen Bereich kann an der Wand entlang flacher geklettert werden. „Da kommt es mehr auf die Technik an“, sagt Hesslinger. Unten sei der steilere Bereich mit bis zu vier Metern Höhe, in dem jede Art von Kletterbewegung geübt werden kann.

Der Eingang erfolgt wie bisher über die jetzige Kletterhalle. Über die Verbindungsbrücke gelangt man dann in den neuen Bereich. Dort werden eigene Umkleiden und Duschen vorhanden sein. „Neu ist auch, dass es einen großen Kinder-Kletterbereich geben wird“, sagt Hesslinger. Gedacht ist zum einen, dass sich Kinder beschäftigen können, während ihre Eltern klettern. Außerdem sollen eigene Boulder-Kurse für die Jüngsten angeboten werden. „Wenn sich die Kinder wohlfühlen, tun es die Eltern automatisch auch.“

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Bislang gibt es Kletterkurse für Kinder ab zehn Jahren. Bouldern ist sogar früher möglich, da die Hemmschwelle geringer sei. „Man muss kein Sichern lernen oder wissen, wie man mit dem Seil umgeht“, sagt Hesslinger. Vielmehr sorgen Fallschutzmatten dafür, dass ein möglicher Sturz sanft aufgefangen wird.

Dies sei auch ein Grund, warum Bouldern sich steigender Beliebtheit erfreue. „Man kann einfach loslegen und braucht null Vorkenntnisse.“ Zudem sei es eine Sportart, die Körper und Geist einbeziehe. Bei den verschiedenen Schwierigkeitsstufen gelte es nachzudenken, wie man hochkommt. Die bunten Griffe sind unterschiedlich festgeschraubt. „Je schwerer, desto eingeschränkter sind die Möglichkeiten, desto mehr Technik braucht man.“ Gerade für Menschen, die im Büro arbeiten, sei Bouldern für den ganzen Körper eine gesunde Sportart. „Beim Seilklettern vergessen die Leute oft, dass es eine Risikosportart ist. Beim Bouldern fällt man runter auf die Matte.“

Für die neue Boulderhalle soll es einen eigenen Tarif geben, der günstiger ist als der bisherige normale Tarif für die Kletterhalle. Jeder, der möchte, kann dort das Bouldern ausprobieren. „Man kann sich dort spezielle Schuhe mit Gummisohlen ausleihen. Mit denen macht es mehr Spaß.“

Wenn alles wie geplant läuft, soll die Halle auf der Flinthöhe im Spätherbst eröffnen. „Das wäre perfekt, der Winter ist die Hauptzeit fürs Hallenklettern“, sagt Hesslinger.

Während der Bauarbeiten ist die westliche Zufahrt auf den Flintparkplatz vor den Sporthallen und dem Schwimmbad gesperrt, sagt Birte Otterbach. Die Stadt bittet darum, die Osteinfahrt zu nutzen. „Ansonsten gibt es keine Einschränkungen.“

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