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Interview

Baywatch: Tolle Werbung für die Arbeit der Wasserwacht

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Der neue „Baywatch“-Film wird von den Wasserwachten begrüßt. Er bringt die Arbeit der Ehrenamtlichen einem größeren Publikum näher, sagt Florian Bürding, Chef der Wasserwachten im Landkreis.

Bad Tölz-Wolfratshausen In den deutschen Kinos ist ein „Baywatch“-Film über amerikanische Rettungsschwimmer angelaufen. Auch im Tölzer Isar-Kinocenter ist der Streifen zu sehen. Profitiert eigentlich die hiesige Wasserwacht von Genre-Filmen wie diesen? Unsere Zeitung hat sich darüber mit Florian Bürding unterhalten. Der 32-jährige Walchenseer ist ehrenamtlich Chef der Wasserwachten im Landkreis.

Herr Bürding, ist so ein amerikanischer Kinofilm eigentlich auch Werbung für die örtliche Wasserwacht?

Ja, das ist er! Wir haben nämlich dank der Kino-Chefs in der Region die Möglichkeit, unseren neuen Wasserwacht-Imagefilm als Vorspann zu zeigen. In diesem ist ein Teil unserer Einsatzbereiche aus Blickwinkeln zu sehen, die man sonst nicht allzu häufig zu Gesicht bekommt. Die Kollegen in Augsburg haben sogar die Möglichkeit, vor dem Kino eine Vorführung mit dem Rettungsboot zu machen. Insofern ist ,Baywatch‘ eine tolle Möglichkeit, auf die Arbeit der Wasserwachten aufmerksam zu machen.

Werden Sie sich den Film auch anschauen?

Ja, natürlich werde ich mit meiner Frau ins Kino gehen.

Die Schauspieler im Film haben den perfekten sexy Körper. Darf ich ganz ungeniert fragen, ob man da nicht neidisch wird....?

(lacht) Mei, das ist halt Kino! Ich glaube nicht, dass in unseren Kreisen jemand wirklich neidisch wird, wenn er diese durchtrainierten Männer und Frauen mit Waschbrettbauch auf der Leinwand sieht. Gut aussehende Helfer haben wir übrigens auch. Aber das ist nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist, dass die Arbeit gut gemacht wird – und das tun alle.

Warum engagieren Sie sich bei der Wasserwacht?

Das liegt in der Familie. Ich stamme ja vom Walchensee, und meine Schwester ist auch bei der Wasserwacht engagiert. Die Arbeit am See und die Einsatzbereiche sind vielfältig. Wir sind ein junges Team, man hat gute Unterstützung und wird gefördert.

Was war Ihr schönster Einsatz?

Schön ist es immer dann, wenn alle zusammenhelfen. Wir wurden vor Kurzem am Walchensee zu einem verunglückten Surfer gerufen. Als wir ankamen, hatten andere Wassersportler schon die Erstversorgung übernommen. Sie kümmerten sich auch um die Sportgeräte des Verletzten im Wasser und später an Land. Da haben wirklich alle zusammengeholfen, das war ein schönes Gefühl. Auch in den Medien wurde sehr positiv darüber berichtet.

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