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Der Besuch des Nikolaus ist einer der Höhepunkte des Tölzer Christlindlmarkts.

Das ist neu beim Christkindlmarkt

Mit Plan in der Hand von Stand zu Stand

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Bad Tölz - Neues Maskottchen, neuer Flyer, ein paar neue Stände: Vor der Eröffnung am Freitag präsentierten Susanne Frey-Allgaier und Lucia Zampino von der Tourist-Info gestern die wichtigsten Änderungen beim Christkindlmarkt.

Beim Blick auf den neuen Flyer und die neuen Plakate fällt sofort auf: Es ist nicht die Marktstraße darauf zu sehen. „Wir wollten den Fokus auf den Markt und das Datum legen“, erklärte Susanne Frey-Allgaier, stellvertretende Kurdirektorin, am Mittwochvormittag bei einem Pressegespräch. „Die meisten Leute kennen die Marktstraße.“ Neu ist ein kleines Maskottchen, das abgebildet ist.

Der Flyer zeige sofort, „was los ist“. Auf der einen Seite ist das Programm aufgelistet, auf der anderen alle knapp 50 Stände und was sie zu bieten haben. Neu ist, dass nicht nur die Stände, sondern auch die Händler durchnummeriert und so auf dem Plan zu finden sind.

Mit einer Info-Hütte ist die Tourist-Information (TI) vertreten. „Zum einen ist sie für die Händler gedacht, wenn sie einen Ansprechpartner brauchen“, sagte Frey-Allgaier. Zum anderen können dort auch Gäste Tipps bekommen. Und wer seine schweren Taschen abstellen möchte, findet dort eine kostenlose Gepäckaufbewahrung. Die TI wird an ihrem Stand auch ein paar Artikel verkaufen, beispielsweise die Wertkarte „Der Tölzer“. Damit soll, so die Hoffnung, auch der Einzelhandel von den Christkindlmarkt-Besuchern profitieren.

Viele alte Bekannte sind auf dem Christkindlmarkt anzutreffen, aber es gibt auch neue Hütten. Beispielsweise der „Donnerwirt“, der Spieße, Eintöpfe und Pfannengerichte anbietet, und „Schwingshackl Esskultur“, wo es Weihnachtsente, Kürbissuppe und Räucherlachs gibt. „Wir haben nach Angeboten gesucht, die es noch nicht gibt auf dem Markt“, erklärt Susanne Frey-Allgaier. Auf Seiten der Händler gibt es erstmals einen Stand, an dem Trockenfrüchte und Nüsse angeboten werden, bei den Kunsthandwerkern einen, der weihnachtliche Dekoartikel aus Schwemmholz herstellt.

Ein paar Dinge haben beim ersten Markt, den die Stadt selbst organisiert, auch noch nicht so geklappt wie gewünscht. Etwa der Versuch, einen Wechselstand aufzuziehen. Gedacht wäre gewesen, dass Vereine nicht für die komplette Länge des Markts einen Stand besetzen. „Es ist ja immer schwierig, Ehrenamtliche zu finden“, so die stellvertretende Kurdirektorin. „Es ist schade, dass die Vereine nicht mehr eingestiegen sind. Aber vielleicht war es auch zu wenig Zeit.“ Jetzt werden ein Holzschnitzer, die Musikschule mit Stadtkapelle, der SC Rot-Weiß Bad Tölz und die Partnerstadt aus San Giuliano abwechselnd vertreten sein. Ebenfalls hätten sich die Organisatoren eigentlich noch mehr Kunsthandwerk gewünscht, was sich diesmal nicht umsetzen ließ. „Es ist nicht einfach, jemanden zu finden, der für vier Wochen auf einen Christkindlmarkt geht“, sagt Frey-Allgaier. Letztlich bleibe der große Profit bei den Kunsthandwerkern meistens aus.

„In manchen Segmenten“ wurden die Standgebühren heuer angehoben. Händler zahlen etwas weniger, Gastro- und Teilgastro-Anbieter dagegen etwas mehr. Aber, so Frey-Allgaier, die Stadt werde keinen Gewinn machen. Denn die Ausgaben seien auch nicht zu vernachlässigen. Alleine die neuen Kabelbrücken, unter denen die elektrischen Anschlüsse nun verschwinden, hätten den Preis eines Mittelklassewagens gehabt. „Aber es ist eine saubere Lösung.“ Auch sei der Christkindlmarkt nun nicht mehr von Ehrenamtlichen organisiert. Neben Frey-Allgaier war Lucia Zampino hauptsächlich damit beschäftigt. „Wir haben gesehen, welche Arbeit hinter der Organisation des Marktes steckt.“

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