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Etwa ein Dutzend Jugendliche war der Einladung der CSU und der Jungen Union gefolgt. 

Besseres Essen bis Open-Air-Kino

Das wünschen sich Tölzer Jugendliche

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Bad Tölz - Was wollen Jugendliche? Was wünschen sie sich für die Stadt, in der sie leben? Darum ging es am Montag bei einer Veranstaltung im Tölzer "Gasthaus".

Mit ihrem Leserbrief im Tölzer Kurier hatten Giulia (15) und Simon (15) für einiges Aufsehen gesorgt. Die beiden Tölzer hatten beklagt, dass Jugendliche bei der Stadtentwicklung nie nach ihrer Meinung gefragt werden. Das wollten die Junge Union und der CSU-Ortsverband am Montag ändern. Unter dem Motto „Wo hakt’s?“ hatten sie Jugendliche zum Gespräch ins „Gasthaus“ eingeladen. Bürgermeister Josef Janker, CSU-Ortschef Ingo Mehner, JU-Chef Maximilian Höß, verschiedene Stadträte und Armin Ebersberger, Sozialplaner der Stadt, standen Rede und Antwort.

„Danke, dass wir heute kommen durften“, sagte Giulia zu Beginn und brachte gleich das erste Problem vor. „Das Alpamare fehlt uns.“ Gerade die unter 16-Jährigen wüssten einfach oft nicht, wohin in ihrer Freizeit. Natürlich sei das Alpamare relativ teuer und sicher kein Ziel für jeden Tag gewesen, antwortete sie auf eine Nachfrage von Mehner. „Aber es war ein Anziehungspunkt.“ Was es denn bräuchte, um das Hallenbad auf der Flinthöhe attraktiver für die Jugendliche zu machen, wollte der CSU-Ortschef wissen. „Vielleicht könnte man durch Fitnessgeräte noch mehr Sportler ansprechen“, regte Julius (15) an.

Ein weiterer großer Wunsch wäre ein besseres Mittagessensangebot in der Marktstraße – weg von Döner und Leberkässemmel hin zu frischen Sandwiches, Salaten und anderen vollwertigen, veganen oder fair gehandelten Angeboten. Rathauschef Janker versprach, diesen Wunsch beim nächsten Wirtestammtisch vorzubringen.

Mehr Sitzgelegenheiten in der Marktstraße und an der Isar stehen ebenfalls auf der Wunschliste. Gerade der Fluss sei für viele ein Treffpunkt. Der noch schöner wäre mit einem Beachvolleyballplatz und einigen ausgewiesenen Grillplätzen. Hier schaltete sich Stadtrat Josef Steigenberger ein. „Mit Kolping wollten wir schon mal so etwas machen. Es gibt Pläne für einen Grillplatz im Taubenloch.“ Letztlich sei die Realisierung aber an der Frage gescheitert, wer für den Platz zuständig ist. Diese Pläne könnte man aber wieder aufgreifen.

Auch ein eher auf Jugendliche ausgerichtetes Veranstaltungsprogramm wäre schön. Die Ideen reichten von Dauerausstellungen wie im Rosenheimer Lokschuppen bis hin zu einem Sommer-Open-Air-Kino auf dem Volksfestplatz.

Den Wunsch von Tyl (14) nach kostengünstig anmietbaren Räumen für Geburtstagsfeiern konnte Ebersberger sofort erfüllen. Hier gebe es Möglichkeiten im Bürgerhaus im Lettenholz, im Jugendcafé an der Hindenburgstraße und im neuen Weltraum am Vichyplatz. Er warb auch generell für einen Besuch in den Einrichtungen der Jugendförderung. „Hier entwickelt sich gerade ein sehr schönes multikulturelles Miteinander. Es sind hochspannende Begegnungen. Schaut Euch das doch einmal an.“

Gute Nachrichten hatte auch Janker in Sachen frei zugänglichem WLan. Seit November gibt es in verschiedenen Bereichen – beispielsweise am Stadtmuseum und der Bücherei – „Tölz Spot“. Untere Marktstraße und Isarbrücke seien in Planung. Zur Registrierung müsse man nur seine Handynummer angeben, dann könne kostenlos gesurft werden. „Wir haben dafür jetzt keine Werbung gemacht, weil manche WLan auch kritisch sehen“, sagte Janker. Die kurz in den Raum gestellte Frage, ob die Gründung eines Jugendparlaments denkbar wäre, verwarfen die Jugendlichen gleich selbst wieder. „Ich frage mich, ob das wirklich jemand machen will“, sagte Simon. Ebersberger regte stattdessen an, regelmäßig einen Jugendstammtisch zu veranstalten. Ein Vorschlag, den alle Beteiligten gut fanden.

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