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Auf einer Anhöhe über Tölz liegt der stattliche Bichler Hof: Der traditionsreiche Hof gehörte dem Eon-Konzern. Hubert Hörmann hat ihn „als Privatmann und nicht als Bauträger“ erworben. 

Bichler Hof

„Ein Hotel wäre super“

Bad Tölz - Gemunkelt wurde schon länger. Jetzt ist es offiziell, dass der Bichler Hof samt Ländereien verkauft ist. Hubert Hörmann hat „als Privatmann“ das traditionsreiche Anwesen von Eon erworben und denkt über eine touristische Folgenutzung nach.

Der Verkauf der Immobilie durch den Eon-Konzern erfolgte – nach längeren Verhandlungen – schon vor einigen Monaten. Inzwischen ist der neue Besitzer auch im Grundbuch eingetragen. Zum Hof, der schon im 14. Jahrhundert als Besitz des Klosters Beuerberg genannt wird, gehört „ein großer Umgriff mit Wiesen und Wald“, wie Hörmann sagt, ohne eine genaue Zahl nennen zu wollen. Das Anwesen liegt auf einer Anhöhe hinter der Buchbergklinik. Den Blick beschreibt der neue Eigentümer als „einzigartig“. Er sehe von dem Haus aus alle Tölzer Kirchen.

Durchaus naheliegend also, dass man an ein Hotel oder ähnliches denkt. So wie bisher. Das Anwesen war seit Jahrzehnten im Besitz des Eon-Konzerns, der hier mit 40 Zimmern Betriebsseminare und Mitarbeiter-Erholungen organisierte. Als „Eon“ in die Krise rutschte, wurde das Haus geschlossen und in diesem Jahr verkauft.

So sehr sich Hörmann über den Erwerb des traditionsreichen Hofs freut, will er noch nichts Fixes über die Zukunft sagen. „Erst müssen die Hausaufgaben erledigt werden“, sagt der 55-Jährige, der das Haus aber unbedingt so erhalten will. Eine touristische Nutzung an dem Standort liegt da natürlich auf der Hand. Hörmann spricht selbst von einem „charmanten Hotel“, das er sich vorstellen könne und das auf jeden Fall „etwas Authentisches“ sein müsse. Aber, wie gesagt: Erst überlegen, prüfen und checken. „Wir reden hier“, sagt Hörmann, „schließlich nicht über ein paar hunderttausend, sondern um ein paar Millionen Euro Investitionen. Ich gehe kein unkalkulierbares Risiko ein.“

Und noch etwas ergänzt er: Er sei zwar beim Bichler Hof mit Herzblut dabei und habe ihn „als Privatmann und nicht als Bauträger“ gekauft, aber: „Ich bin kein Hotelier.“ Da er nicht mit Fremden arbeite, müsse eine familieninterne Lösung für den Betrieb gefunden werden. Da müsse vieles besprochen werden.

Gestern war zum ersten Mal auch eine Delegation der Stadt am Bichler Hof, um mit Hörmann über Ideen und Pläne zu diskutieren. Über Ergebnisse gibt es nichts Offizielles.

Bürgermeister Josef Janker wäre aber natürlich wie Kurdirektorin Brita Hohenreiter mehr als angetan von einer neuen feinen Hotelanlage. Janker: „Das wäre eine super Sache. Wir brauchen dringend Betten. Und wir brauchen Gastgeber, die den Markt beackern.“ Christoph Schnitzer

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