Der neue Kindergarten an der Jahnschule: Die Eröffnung des 4-Millionen-Baus wird wohl erst Ende Oktober sein.
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Der neue Kindergarten an der Jahnschule: Die Eröffnung des 4-Millionen-Baus wird wohl erst Ende Oktober sein.

Betrieb meldet sich nicht mehr – Stadt sauer

Firma verzögert Eröffnung des Kindergartens an der Jahnschule

Der neue viergruppige Kindergarten auf dem Tölzer Jahnschulgelände sollte im September in Betrieb gehen. Doch daraus wird wohl nichts. Eine Firma meldet sich nicht mehr Die Einweihung wird sich wohl bis Ende Oktober verzögern.

Bad Tölz -Schuld daran ist nicht die Stadt, die in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses über die drei aktuellen baulichen Großprojekte Kindergarten, Wohnhaus Königsdorfer Straße und Erweiterung der Jahnschule Bericht erstattete. Verantwortlich ist ein Bodenleger-Betrieb aus Nordrhein-Westfalen, der bei der Ausschreibung des Gewerks unter vielen Anbietern den Zuschlag erhielt.

Die Stadt steht jetzt vor Problemen

Wie Stadtbaumeister Florian Ernst in der Sitzung vortrug, könne man mit dem Baufortschritt und der Kostenentwicklung ansonsten durchaus zufrieden sein. Probleme bereite nur der Bodenleger-Betrieb, der sich trotz mehrfachen Nachhakens nicht meldete und bisher nicht erschien, um die Arbeit aufzunehmen. Ernst: „Es wird wohl zur Kündigung kommen.“ Das sei allerdings im Vergabeverfahren keine ganz einfache Geschichte, erläutert Rathaussprecherin Birte Otterbach. Es müssten Fristen eingehalten werden. Ihr ist indes wohlbewusst, was das für viele Familien und berufstätige Elternteile, die auf den pünktlichen Start des neuen Kindergartens warten, bedeutet. „Das ist eine extrem unschöne Entwicklung.“

Wie eine Lösung (etwa neue Vergabe) ausschauen könnte, das stimme man derzeit mit der Regierung von Oberbayern ab, sagte Stadtbaumeister Florian Ernst. Der Kindergarten werde aber vermutlich erst Ende Oktober in Betrieb gehen. Darüber sei auch der Betreiber der neuen Einrichtung, die Kinderland Weyarn GmbH, schon informiert worden. Für eine Stellungnahme war die Geschäftsführung nicht erreichbar.

Kosten bleiben nur bei einem Projekt nicht im Rahmen

Zu den Zahlen: Die fallen erfreulich aus. Aufgrund von Kostenminderungen bei der Baukonstruktion und wirtschaftlichen Ausschreibungsergebnissen bei den Holzbau- und Zimmererarbeiten liegt die Kostenprognose derzeit mit 4,06 Millionen Euro um rund 250 000 Euro günstiger als im Juli 2019 noch berechnet.

Auch beim Großprojekt Jahnschulerweiterung durfte Ernst eine gute Kostenentwicklung vermelden. Statt angenommener 12,4 Millionen steuert man auf 11,7 Millionen Baukosten zu. Und die wichtigsten Gewerke (Erdarbeiten, Baumeister-, Zimmerer- und Holzarbeiten, Dachdecker, Fenster, Türen) seien bereits vergeben.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Kostenprognose für das neue Wohnhaus Königsdorfer Straße. Nahe an der Isar sei die Erstellung der Baugrube und das Zurückhalten des Wassers komplizierter als gedacht gewesen. Das schlug sich auch in der aktualisierten Kostenprognose nieder. Statt 3,5 werden es nun wohl 3,7 Millionen Euro werden.  

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