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Rush Hour auf der Isar bei Icking: „Wir werden um Einschränkungen nicht herumkommen“, sagt Landrat Josef Niedermaier zum Thema Bootfahren.

Bootfahren: Meinung der Bürger gefragt

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Am Thema Bootfahren auf der Isar scheiden sich die Geister. Jetzt sollen die Bürger sagen, was sie davon halten und was sie sich wünschen - mithilfe eines Fragebogens.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Was für ein konfliktträchtiges Thema das Bootfahren auf der Isar ist, das wurde erst vergangene Woche wieder deutlich: Nachdem das Landratsamt wegen eines drohenden Hochwassers ein Fahrverbot verhängt hatte, gab es Diskussionen um Sinn und Unsinn der Einschränkung (wir berichteten). Neben kommerziellen Rafting-Anbietern vertreten aber auch weitere Gruppen vehement ihre Anliegen: Naturschützer, Erholungsuchende, Rettungskräfte, genervte Anwohner, Tourismusbetriebe: Sie alle haben hier Karten im Spiel. Inmitten dieser komplexen Gemengelage prüft das Landratsamt derzeit, ob und wie es das Bootfahren näher regeln soll. Dazu ist nun die Meinung der Bürger gefragt.

„Bootfahren auf der Isar soll auch weiterhin möglich sein“, sagt Landrat Josef Niedermaier. „Wir werden aber um Einschränkungen nicht ganz herumkommen.“ In einer Umfrage können alle interessierten Bürger kundtun, was sie davon halten.

Der Fragebogen auf der Landratsamt-Homepage www.lra-toelz.de vermittelt eine Idee davon, was – zumindest theoretisch – alles denkbar ist. Kein Befahren bei Hochwasser, während der Brutzeit bestimmter Vögel oder der Laichzeit bestimmter Fische; kein Befahren von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang; Befahren nur mit strömungsfähigen Booten; Verbot von unbesetzten Beibooten – zum Beispiel für Getränke –; Verbot von Glasflaschen; absolutes Alkoholverbot für Bootfahrer; Beschränkung der Insassen auf maximal zehn Personen pro Boot; Schwimmwestenpflicht für Kinder oder für alle: Diese und andere Vorschläge können die Umfrage-Teilnehmer jeweils mit „Ja“, „Nein“ oder „Weiß nicht“ bewerten sowie Anmerkungen dazu eintragen.

Bis zum 16. Oktober haben Interessierte Gelegenheit, das Formular auszufüllen. „Die Rückmeldungen werden in die Erstellung einer möglichen Verordnung zur Regelung des Gemeingebrauchs auf der Isar einfließen, die auch einen Ausgleich zwischen den Wünschen der Erholungssuchenden und den gebotenen Sicherheits- und Schutzanforderungen schaffen soll“, teilt das Landratsamt mit. Es wird darauf hingewiesen, dass Fragebögen ohne Namensangabe nicht berücksichtigt werden, „da die Möglichkeit für Rückfragen gegeben sein soll“. Die Darstellung der Ergebnisse erfolge aber anonym.

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