Borkenkäfer werfen braunes Bohrmehl aus, wodurch man einen Befall erkennt.
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Borkenkäfer werfen braunes Bohrmehl aus, wodurch man einen Befall erkennt.

Wald

Borkenkäferbefall aufhalten: Das raten Experten

  • VonElena Royer
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Durch die kühl-feuchte Witterung wurde seine Entwicklung zwar deutlich ausgebremst, die Gefahr, die von ihm ausgeht, ist aber keinesfalls schon gebannt. Die Rede ist vom Borkenkäfer.

Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach –Aus diesem Grund rufen das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen (AELF) und die Waldbesitzervereinigungen (WBV) Wolfratshausen und Holzkirchen Waldbesitzer zur Kontrolle ihrer Fichtenwälder auf. „Vor allem bei trockener Witterung bietet sich eine gute Gelegenheit, befallene Bäume frühzeitig zu erkennen. Wenn die Käfer unter der Rinde fressen, werfen sie braunes Bohrmehl aus, das sich am Boden, auf der Rinde, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation finden lässt“, erklärt der Bereichsleiter Forsten, Christian Webert. „Wer diesen ersten Befall erkennt und die befallenen Fichten rechtzeitig aus dem Wald bringt, hat beste Chancen, einen Neubefall weiterer Bäume zu verhindern.“

Gerade dort, wo im letzten Jahr Borkenkäferschäden aufgetreten sind, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Michael Lechner, Vorsitzender der WBV Holzkirchen und Johann Killer, Vorsitzender der WBV Wolfratshausen, erklären, dass befallene Stämme rasch aufgearbeitet und entrindet, oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden müssen. Die sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Webert die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern, die auch größere Waldflächen zum Absterben bringen kann.

Neben der kostenlosen Beratung durch die Förster des AELF bieten auch die Waldbesitzervereinigungen Unterstützung bei der Eindämmung der Borkenkäfer. Da die Bekämpfung des Borkenkäfers und der Erhalt der Wälder im Interesse der gesamten Gesellschaft liegen, unterstützt die Staatsregierung die Waldbesitzer bei dieser riesigen Herausforderung mit erheblichen finanziellen Mitteln. „Darüber hinaus stehen unsere Revierförster jedem bestmöglich mit Rat und Tat zur Seite“, ergänzt Webert.    

Weitere Infos gibt es im Internet auf der Seite www.aelf-hk.bayern.de.

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