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Osterfeuer.

Botschaft zu Ostern

Oster-Botschaft der Pfarrer: „Gewalt hat nicht das letzte Wort“

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Worüber predigen die Pfarrer im Tölzer Land zu Ostern? Der Tölzer Kurier hat sich umgehört.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Karl Bopp darf am Ostersonntag ein Kind taufen. Eine schöne Sache, aber auch ein Spagat. Der Pfarrer der St.-Kilians-Gemeinde in Bad Heilbrunn möchte sich an diesem Tag an die Eltern wenden, aber auch der Osterbotschaft gerecht werden. Wie der Salesianer das hinbekommt? Bopp greift das Thema „Hoffnung“ auf, das die Verheißung neuen Lebens mit sich bringt. „Gerade derzeit ist so viel Negatives in der Welt. Aber Gewalt und Terror haben nicht das letzte Wort“, sagt er. Auch wenn einen die weltpolitische Lage zur Verzweiflung treiben könne, stellt Bopp klar: „Hoffnungslosigkeit darf es nicht geben.“

Neben politischen Bedrohungen sehen sich Menschen auch Krankheiten und persönlichen Krisen ausgesetzt. „Fürchte dich nicht – trotz allem“, möchte Antonia Janßen an Ostern in Kochel und Walchensee predigen. Die evangelische Pfarrerin will anhand von kleinen Beispielen Mut machen und sich auf Menschen beziehen, die geheilt wurden oder in schweren Zeiten wertvolle Hilfe erhielten. „Wir sind nicht alleine. Es gibt immer noch einen Weg“, sagt Janßen.

Ihr Tölzer Kollege Martin Steinbach hat die Bilder nach der Auferstehung Jesu vor Augen. Der evangelische Dekan bezieht sich in seiner Predigt auf Maria Magdalena, die Gottes Sohn mit einem Gärtner verwechselte – und auf Jesus selbst, der durch Wände ging. Steinbach beschäftigt die Frage, wie Auferstehung heute möglich ist. Seine Antwort: über Erfahrungen. Wer den Weg aus einer scheinbar ausweglosen Situation findet, habe so eine gemacht. Oder wessen Leben durch einen Vorfall enorm bereichert wurde. „Ich möchte ermutigen, im eigenen Leben nach solchen Erfahrungen zu forschen“, sagt Steinbach.

Für Dynamik will auch Leo Sobik, katholischer Pfarrer in Wackersberg, sorgen. „Es geht darum, die Herzen der Menschen neu zu bewegen.“ Dies sei die Kernbotschaft: „Wir sind überhaupt erst Christen, wenn wir an die Auferstehung glauben“, sagt Sobik. Man müsse wach sein und vom Leben reden – gerade jetzt, kurz nach dem Anschlag in Ägypten, bei dem eine koptisch-christliche Kirche angegriffen wurde.

Etwas resigniert klingen die Worte von Josef Kraller. „Jedes Jahr verkünden wir den Osterfrieden, aber der Mensch hört nicht mehr hin.“ Der Pfarrer der Gemeinde St. Jakob in Lenggries hofft, dass die Menschen, die seinen Gottesdienst besuchen, „in ihren Bereichen zum Frieden beitragen. Es liegt an jedem selbst.“

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