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In einer Boulderhalle klettert man ohne Sicherung in geringer Höhe. Nach einem Farbsystem gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, von gelb bis schwarz. Vom Anfänger bis zum Profi kann sich hier jeder ausprobieren.

Auf der Flinthöhe

Boulderhalle eröffnet: Besucherschlange gleich vor Beginn

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Nach wochenlanger Corona-Verzögerung konnte am Montag nicht nur das Kletterzentrum wieder den Betrieb aufnehmen, sondern auch der Anbau, also die langersehnte Boulderhalle eröffnet werden. 

Bad Tölz – Dank der Berge direkt vor der Haustür ist es kein Wunder, dass der Klettersport im Tölzer Land beliebt ist. Doch nicht nur an der frischen Luft kann man dem Hobby nachgehen: Kletter- und Boulderhallen sind eine beliebte Alternative zu den natürlichen Höhen.

Am gestrigen Montag war es dann endlich so weit: Die Erweiterung der bestehenden Kletterhalle, eine hochmoderne Boulder-Welt (Klettern ohne Sicherung in geringer Höhe), konnte endlich eröffnet werden.

Zwar musste aufgrund der aktuellen Lage auf die einst geplante Eröffnungsfeier verzichtet werden, dennoch standen schon eine Stunde, bevor Betreiber Michi Schmeidl (32) die Türen öffnete, etliche Menschen in einer Schlange an.

„Eigentlich wollten wir am 25. April starten. Da machte uns aber Corona einen Strich durch die Rechnung“, sagte Schmeidl. Die Wartezeit habe er genutzt, um den Innenbereich noch detailverliebter zu gestalten.

Nach einem Farbsystem gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, von gelb bis schwarz. Vom Anfänger bis zum Profi kann sich hier jeder ausprobieren. Aufgrund der aktuellen Auflagen gibt es eine Wegtrennung: Im oberen Bereich der Boulderhalle können maximal zehn Personen gleichzeitig trainieren, im unteren Bereich liegt die Begrenzung bei 17, und im Trainingsbereich können 13 Personen mit Abstand klettern.

Zusätzlich gibt es eine Kinderboulderhalle. „Es ist eine Mischung aus Klettern und Spielplatz“, erklärt Peter Naumann, Vorstand des Trägervereins. Der Kinderbereich muss aber noch vom TÜV abgenommen werden und kann deshalb diese Woche noch nicht benutzt werden.

Auch der Trainingsbereich wurde erneuert: Hier steht unter anderem eine moderne Boulderwand. Per App gesteuert, leuchten die Steine auf, die als nächstes zu besteigen sind, um ans Ziel zu kommen.

Auch das Kletterzentrum kann wieder regulär besucht werden. Ab kommenden Montag findet das Training wieder statt.

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Entstanden ist der Klettertempel in Kooperation von mehreren Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV), der als Träger fungiert, und der Stadt. Seit Mai 2019 wurde an der Halle gebaut. Der verantwortliche Architekt Theodor Lochner ist auch Mitarbeiter der Stadt. Er wird selbst auch als Kletterlehrer in der Halle sein Knowhow auf Wunsch zur Verfügung stellen.

Der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner zeigte sich glücklich über das neue Freizeitangebot. „Was hier geschaffen worden ist, ist ein großer Gewinn.“ Eine Sportanlage für alle, gleich welchen Alters oder auf welchem Kletterniveau, sei für Tölz ein Pluspunkt – sowohl für Einheimische als auch für Gäste. „Das Projekt war sowohl für den Trägerverein als auch die Stadt finanziell anspruchsvoll zu stemmen“, sagte Mehner. Die Kosten belaufen sich auf knapp zwei Millionen Euro.

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