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Ungeliebt und gefürchtet: Für den Borkenkäfer ist die aktuelle Witterung ideal.

Trockenheit

Brandgefährlich und ideal für Borkenkäfer

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Mehr Sonne als Regen: Die Witterung war in den vergangenen Wochen recht trocken. Wegen der erhöhten Waldbrandgefahr hat die Regierung von Oberbayern bis zum heutigen Dienstag sogar Luftbeobachtungen aus dem Flugzeug angeordnet.

Aus gutem Grund, wie der Vorfall im Königsdorfer Moor vom Sonntag beweist: Rund 10.000 Quadratmeter Wiesenfläche waren dort wie berichtet in Brand geraten, nachdem zwei Kinder gezündelt hatten.

Und obwohl nun niedrigere Temperaturen und Niederschläge in Sicht sind, hat die Trockenheit negative Auswirkungen auf die Natur. Besondere Aufmerksamkeit ist jetzt etwa bei Waldbesitzern geboten: Eben wegen der möglichen Brandgefahr. Die ist auch durch geringe Regenmengen nicht gebannt. „Da müssten schon ordentliche Niederschläge kommen“, sagt Wolfgang Neuerburg. Dem Bereichsleiter Forsten beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen zufolge sei noch nicht einmal das Feuchtigkeitsdefizit vom vergangenen Jahr ausgeglichen.

Brandgefährlich sei die Situation deshalb etwa bei sonnenexponierten Wiesen und Bergwäldern. Grundsätzlich, so Neuerburg, „kommen die Bäume aber noch mit der Trockenheit zurecht“.

Von selbst verstehe sich allerdings, dass etwa Grillen in Waldnähe derzeit tabu sei. „Das geht einfach nicht“, mahnt Neuerburg. Auch jegliche Räumfeuer sollte man momentan unterlassen. Alternativ könnten Holzreste ja auch zu Hackschnitzeln verarbeitet werden.

Viel größere Sorgen bereitet Neuerburg aktuell allerdings ein alter Bekannter: der Borkenkäfer. Dem kommt die Witterung nämlich gerade recht. „Es gibt schon erste Schwärmaktivitäten und Einbohrversuche“, hat Neuerburg beobachtet.

An Waldbesitzer appelliert der Forstexperte deshalb inständig, ihre Bestände regelmäßig zu kontrollieren. „Das A und O ist jetzt außerdem, geschlagenes Holz aufzuarbeiten und raus aus dem Wald zu schaffen“, sagt Neuerburg. „Es an den Weg zu legen, bringt gar nix.“

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