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Zwei Neuerungen aus dem Hause Mühlfeldbräu: Braumeister Sebastian Heuschneider mit dem in Bruckberg gebrauten „TMB Hell“ und dem eigens für die Unterbiberger Hofmusik kreierten „India Pale Ale“. 

Brauerei

Da braut sich einiges zusammen

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Bad Tölz –Der Tölzer Mühlfeldbräu lässt jetzt auch in Niederbayern brauen. Und es gibt ein neues Bier:  „India Pale Ale“. Heute Abend wird es vorgestellt

Einst waren in Bad Tölz 23 Brauereien ansässig. An die alte Tradition knüpft seit 2008 der Tölzer Mühlfeldbräu an. Dort herrscht dieser Tage rege Betriebsamkeit. Der Terminkalender von Braumeister Sebastian Heuschneider ist voll: Viele Treffen mit Getränkehändlern stehen an. Denn gerade eben ist der Mühlfeldbräu in eine neue Dimension der Produktion eingetreten: Sein Bier wird jetzt auch außerhalb von Bad Tölz gebraut – wo dies in deutlich höheren Mengen möglich ist als am Firmensitz an der Bahnhofstraße. Und dann ist für heute Abend auch noch ein ungewöhnliches Ereignis geplant: die Vorstellung eines „India Pale Ale“, das eigens gebraut wurde, um die Unterbiberger Hofmusik auf einer Tournee zu begleiten.

Spezialbiere zu brauen, das gehört schon immer zum Programm des Mühlfeldbräu. Ob „Summer Ale“, Weihnachtsbock oder zuletzt ein dunkler Bock, der im Whiskey-Fass gereift war: Einmal im Monat braut sich beim Mühlfeldbräu etwas ganz Besonderes zusammen. Die Idee zum „India Pale Ale“ kam auf, als die Unterbiberger Hofmusik am Gründonnerstag im „Gasthaus“ spielte. Die Musiker – im Kern Mitglieder der Familie Himpsl aus Unterbiberg – wünschte sich von Braumeister Heuschneider im Anschluss ans Konzert eine Brauereiführung. Beim gemeinsamen Bier kam Xaver Himpsl auf die Idee eines Tourbiers nach dem Vorbild des „India Pale Ale“. „Das wurde früher in England speziell für die Kolonien gebraut“, erklärt Heuschneider. „Es war sehr stark und hopfig, damit es für die Schiffsreise besonders haltbar war. Der Plan war, es im Anschluss wieder zu verdünnen. Aber man hat festgestellt, dass es auch so schmeckt.“

Zur Tournee der Unterbiberger Hofmusik passt dieses Bier perfekt, da vier Auftritte in Indien geplant sind. Und auch auf die Musik des Ensembles hat es Heuschneider abgestimmt. „Sowohl beim Bitterhopfen als auch beim Aromahopfen habe ich je zwei Sorten benutzt: die eine klassisch, die andere ausgefallen“, erklärt der 33-Jährige. Das entspricht der Unterbiberger Hofmusik, die traditionelle bayerische Klänge mit Jazz und Weltmusik mischt. Das Bier wird jetzt bei den Auftritten der Unterbiberger Hofmusik ausgeschenkt. „Und ein paar Tragl wird es auch im ,Gasthaus‘ geben“, verspricht Heuschneider.

An das klassische Helle vom Tölzer Mühlfeldbräu zu kommen, ist da schon deutlich einfacher – zumal jetzt mehr davon gebraut und unter dem Namen „TMB hell“ in den Handel gebracht wird. „Wir sind in unserer Brauerei an Kapazitätsgrenzen gestoßen“, erklärt Heuschneider – „sowohl vom Platz her als auch von der Arbeitsmenge“. Zeitgleich hatten viele Getränkehändler Interesse am Hellen aus Bad Tölz – wollten es aber nur mit einer längeren Haltbarkeit von mindestens sechs Monaten ins Sortiment aufnehmen. Diese Probleme haben die Tölzer jetzt gelöst, indem sie einen Teil der Produktion in die Brauerei Wimmer in Bruckberg (Kreis Landshut) verlegt hat. „Wir machen den Sud, bringen ihn nach Bruckberg und sind dann wieder beim Abfüllen dabei.“ Das Rezept sei das gleiche wie beim klassischen Hellen des Mühlfeldbräu – nur dass die auswärts gebraute Sorte filtriert und dadurch länger haltbar ist.

Sie ist jetzt unter dem Namen „TMB Hell“ auf dem Markt – mit nostalgisch anmutendem Etikett, dass eine Zeichnung vom Tölzer Stadtpanorama mit Faltboot im Vordergrund zeigt. „Eigentlich wollten wir das Bier ,Pionier‘ nennen, nach der alten Tölzer Faltbootwerft“, berichtet der Braumeister. Allerdings habe sich Radeberger den Namen kurz vorher schützen lassen – für ein glutenfreies Bier.

Bier-Vorstellung

Das Tourbier für die Unterbiberger Hofmusik wird heute Abend bei einer Party ab zirka 20 Uhr im „Gasthaus“ vorgestellt. Die Musiker werden anwesend sein, ihre Instrumente dabei haben, und nach Lust und Laune ein paar Stücke spielen.

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