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Behalten auch nach dem Zusammenschluss mit Kind den Durchblick: Robert Emberger, Unternehmensgründer und jetziger Geschäftsführer, und sein Sohn Sebastian.

Brillen und Hörgeräte schließen Ehe

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Die einen verschaffen den perfekten Durchblick, die anderen helfen, besser zu hören: Insofern passen die beiden Partner, die sich da zusammengefunden haben, gut zusammen: Die Unternehmensgruppe Kind hat die in Bad Tölz ansässige Firma Emberger Optik mit insgesamt 18 Filialen und gut 100 Mitarbeitern gekauft.

Bad Tölz – „Das Rundumpaket stimmt, wir arbeiten wie gewohnt weiter und haben einen starken Partner im Rücken“, sagt Unternehmensgründer Robert Emberger (65). Er ist nach dem Verkauf seiner Unternehmensanteile mit sich im Reinen. Rein rechtlich könne man zwar von einer Übernahme sprechen. In der Praxis handle es sich aber um eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“. Als Geschäftsführer führe er das Unternehmen zusammen mit seiner Familie – Ehefrau Marianne (62), Tochter Verena (36) und Sohn Sebastian (28) – genauso wie vorher. Auch Sebastian Emberger, eigentlich der designierte Unternehmensnachfolger, ist zufrieden: „Wir können mit Fug und Recht behaupten, zukunftssicher aufgestellt zu sein.“

Den weitreichenden Schritt hatte der Familienrat abgesegnet. Die Initiative hatte vergangenes Jahr Kind ergriffen, berichtet Robert Emberger. Kind mit Sitz in Großburgwedel bei Hannover hat über 3000 Mitarbeiter, betreibt 750 Fachgeschäfte im In- und Ausland und ist damit nach eigenen Angaben eines der weltweit führenden Unternehmen der Hörakustik. 2016 trat Kind in den Markt für Augenoptik ein und sprach in diesem Zusammenhang die Firma Emberger an.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht“, sagt Robert Emberger. Sein Unternehmen sei finanziell bestens dagestanden, es habe „keinerlei Zwang zu einer umfassenden Partnerschaft“ bestanden. Schließlich habe man aber festgestellt, dass Emberger und Kind von der Philosophie her gut zusammenpassen. Die beruhe auf „sehr gutem Kundenservice, Beratung und fairen Preisen“. Und schließlich handle es sich bei Kind ebenfalls um ein familiengeführtes Unternehmen.

Da habe man der eigenen Firma und den Mitarbeitern die Entwicklungspotenziale, die ein größerer Partner bietet, nicht verwehren wollen. So würden sich durch den Zusammenschluss neue Wachstumschancen eröffnen – und den Mitarbeitern Aufstiegschancen und verbesserte Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Kind plant den Aufbau einer neuen Aus- und Weiterbildungsakademie im Bereich Augenoptik. Die Übernahme sei mit keinerlei Arbeitsplatzabbau oder gar Filialschließungen verbunden, betont der studierte Betriebswirt Sebastian Emberger. In Bad Tölz und Murnau, wo Kind und Emberger aktuell beide vertreten seien, blieben die Geschäfte nebeneinander bestehen. Die Firma firmiere weiter unter ihrem bekannten Namen, die Kunden behielten dieselben Ansprechpartner.

Was sich ändern könnte: Das Thema Hörakustik werde in Zukunft in einigen Emberger-Filialen ausgebaut. In fünf Geschäften gibt es schon jetzt eine Hörgeräte-Abteilung. Gegründet hatte der aus Kärnten stammende Augenoptiker-Meister Robert Emberger das Unternehmen 1976 im Mainburg in Niederbayern, damals mit seinem Geschäftspartner Roman Hatzmann. Nach einer ersten Expansionswelle trennten sich die Wege Anfang der 1980er-Jahre. Das Filialnetz wurde einvernehmlich aufgeteilt, Robert Emberger behielt die Niederlassungen im Oberland. Hier ist Emberger heute in Bad Tölz, Wolfratshausen, Geretsried, Miesbach, Holzkirchen, Rottach-Egern, Murnau und Unterhaching vertreten. Dazu kommen mittlerweile sechs Filialen in Wien – die erste wurde 1991 am Elterleinplatz eröffnet. Vor 13 Jahren wurde der Unternehmenssitz in die damals neu gebaute „Schnecke“ auf der Tölzer Flinthöhe verlegt.

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