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Jury-Mitglied und Sozialamtsleiter Thomas Bigl, Landrat Josef Niedermaier und Walter Obinger wollen das Engagement der Bürger würdigen.

Sparkasse

Bürgerpreis unter dem Motto „Ausgrenzung eingrenzen“

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Ehrenamtliches Engagement ist eine Säule einer funktionierenden Gesellschaft. Diese wertvolle Arbeit findet aber häufig hinter den Kulissen statt und bleibt ungewürdigt. Mit dem Bürgerpreis, der heuer zum zehnten Mal verliehen wird, sollen Menschen für ihr bürgerschaftliches Engagement geehrt werden.

In diesem Jahr steht der Preis unter dem Motto „Deutschland 2016 – Integration gemeinsam leben“.

„Das Ziel ist es, öffentlich darzustellen, was Ehrenamtliche leisten“, betonte Landrat Josef Niedermaier bei der Auftaktveranstaltung am Dienstagvormittag im Tölzer Sparkassen-Center. Ins Leben gerufen wurde der Preis seinerzeit, so Niedermaier weiter, „um eine Anerkennungskultur zu implementieren“.

Beim lokalen Bürgerpreis gibt es drei Kategorien. „Alltagshelden“ würdigt Projekte, Vereine, Initiativen oder das Engagement Einzelner. Maximal 21 Jahre dürfen die Bewerber der Gruppe „U 21“ sein, die sich an Einzelpersonen, Gruppen oder Projekte richtet. Die Auszeichnung „Lebenswerk“ können lediglich Menschen erhalten, die sich seit mehr als 25 Jahren ehrenamtlich engagieren. Die Sparkasse stelle Preise im Gesamtwert von 5000 Euro zur Verfügung, sagte Direktor Walter Obinger.

Sozialamtsleiter und Jurymitglied Thomas Bigl zeigte sich „glücklich“ mit dem diesjährigen Thema Integration. „Da steckt viel drin. Integration muss man weiter denken.“ Darunter sei demnach keinesfalls nur die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern zu verstehen. Diese Form der Eingliederung „soll nicht den Preis dominieren“, fügte Landrat Niedermaier hinzu. Auch die Integration behinderter oder alter Menschen falle laut Bigl darunter. Ebenso die integrative Wirkung von Sport, Musik und Bildung. Es gehe letztlich darum, „Ausgrenzung einzugrenzen“, betonte Bigl.

Die bisher höchste Zahl an Bewerbungen für den Bürgerpreis gab es 2008. Damals lautete das Thema „Kinder fördern – in die Zukunft investieren“. Diese 36 Vorschläge von damals zu toppen, sei ein wünschenswertes Ziel, sagte Sparkassen-Direktor Obinger.

Neben den Gewinnen haben die Preisträger auch die Chance auf den nationalen Bürgerpreis, der in Berlin verliehen wird. Bewerbungen werden bis zum 30. Juni entgegengenommen. Niedermaier: „Ich bin schon gespannt, was wir für Bewerbungen kriegen.“ 

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