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Werben für den Deutschen Bürgerpreis: Die Sparkassen-Vorsitzende Renate Waßmer und Landrat Josef Niedermaier.

Ehrenamt

Bürgerpreis: Vorausschauende Vernetzer gefragt

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Besonders fleißige Ehrenamtliche muss man manchmal auf eine Bühne schubsen. „Viele wollen das nicht und sagen: Ich mache das ja gerne“, sagt Josef Niedermaier. Zusammen mit Sparkassen-Chefin Renate Waßmer stellte der Landrat das Thema des Deutschen Bürgerpreis 2017 im Landkreis vor. Es lautet: „Vorausschauend engagiert: Real, digital, kommunal.“

Bad Tölz-Wolfratshausen – Der Preis würdigt seit 2003 bürgerschaftlich engagierte Menschen nicht nur finanziell, sondern stellt sie eben auch auf ein öffentliches Podest. Seit 2007 beteiligt sich der Landkreis mit der Sparkasse als Träger. Der Bürgerpreis geht auf die Initiative „für mich. für uns. für alle“ zurück – ein Bündnis aus Bundestagsabgeordneten, dem Deutschen Städtetag, Landkreistag, dem Städte- und Gemeindebund sowie der Sparkassen.

Im vergangenen Jahr wurden acht Initiativen und Personen ausgezeichnet, darunter die Tölzer Coaches und die Hohenburger Gymnasiastinnen, deren Projekt „Mädchen für Migranten“ es in die Deutschland-Top-Zehn schaffte. Für das sehr spezifische Thema 2016 „Integration gemeinsam leben“ gingen im Landkreis allerdings nur 14 Bewerbungen ein. 2017 ist es wieder breiter angelegt: Man möchte Menschen ehren, die über das Jetzt hinausschauen, die „die Region fit für morgen machen und Menschen, Projekte und Kommunen vernetzen“, wie Waßmer sagte. Gute Chancen haben Initiativen, die sich politisch engagieren und demokratische Werte stärken.

Preisträger kann jeder vorschlagen – auch sich selbst oder die eigene soziale Initiative. „Das ist sogar erwünscht“, sagte Sparkassen-Sprecher Willi Streicher. Außer in der Kategorie „Lebenswerk“, die 2016 an den Dietramszeller Max Bachmair ging. Gewürdigt werden außerdem „Alltagshelden“ für sämtliche Einzel- oder Gruppenprojekte und Menschen unter 21 Jahren („U21“). Insgesamt stellt die Sparkasse 5000 Euro Preisgeld zur Verfügung, im vergangenen Jahr stockte man auf 6250 Euro auf. Das sei wieder gut möglich, sagte Waßmer, die mit Niedermaier in der Jury sitzt. Das dritte Mitglied steht noch nicht fest. Es läuft womöglich auf jemanden mit Fachkenntnissen im Bereich Digitalität hinaus.

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