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Die Redaktionsleiterin des Tölzer Kurier, Veronika Ahn-Tauchnitz, interviewt Alexander Radwan, der für die CSU als Direktkandidat im Wahlkreis antritt.

Vor der Bundestagswahl

Der Favorit: CSU-Kandidat Alexander Radwan im Video-Interview

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Die meisten kennen ihn und doch macht er einen Powerwahlkampf. Warum nur? Die CSU gewinnt doch eh immer, oder? Was treibt Alexander Radwan (CSU) um? Und was hat er noch vor? In diesem Video-Interview beantwortet sämtliche Fragen.

Miesbach/Bad Tölz/Wolfratshausen - Er könnte seinen Wahlkampf mit dem Slogan der Bundeskanzlerin von 2013 führen: „Sie kennen mich.“ Ja, wir kennen ihn, haben ihn oft erlebt, viel von ihm gehört, als Landtagsabgeordneter, als EU-Abgeordneter, schließlich als Bundestagsabgeordneter. Er hat den durchgeschüttelten Miesbacher CSU-Kreisverband nach der Kreidl-Affäre übernommen, er ist - freilich neben der Bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner - das CSU-Gesicht der Region.

Alexander Radwan (CSU) will es am 24. September wieder wissen. Nochmal vier Jahre im Bundestag. Mal was neues, denn bisher hat er ja eher Parlamente-Hopping für die CSU betrieben. Und er hat schon auch ein paar konkrete Ziele, die er durchkriegen will in den kommenden vier Jahren, auch ein paar, die für die Region interessant sein dürften. Im Wahlkampf wirkt Radwan auf uns derzeit omnipräsent. Sein Gesicht lächelt uns gefühlt von jedem dritten Foto auch in unserer Zeitung entgegen. Das grenzt schon an Fotobombing. 

Zusätzlich treibt er gerade die gesamte CSU-Elite durch den Wahlkreis. So viele Minister haben wir von Miesbach bis Wolfratshausen nicht mal bei den CSU-Klausurtagungen in Wildbadkreuth gesehen. Das ist schon Power-Wahlkampf pur. Was treibt ihn um? Was macht ihm Angst? Was hat er noch vor?

Radwan machte den Abschluss. Alle anderen Kandidaten von der Linken bis zur AfD haben wir schon mit Ihrer Hilfe interviewt. Die Videos gibt‘s hier zum Nachschauen, außerdem alle Infos zu den Kandidaten, sowie am Wahltag den Link zu den aktuellen Ergebnissen unseres Wahlkreises.

Er ist Politikprofi und der absolute Favorit unter unseren Direktkandidaten: Alexander Radwan ist Sohn einer bayerischen Lehrerin und eines Ägypters, daher kennt er unterschiedliche Kulturen „und weiß, wie wichtig Integration ist. Das Miteinander der Kulturen ist national wie international zukünftig entscheidend.“ 

Daher betrachtet er die „Welt im Umbruch“ derzeit mit Sorge. Ähnlich wie auch die anderen Kandidaten sorgen ihn die immer größeren Extreme, in die die europäischen Demokratien gerade hineinrutschen. Ein Sog, dessen Ursprung für uns bis heute kaum auszumachen ist. „Was vor ein paar Jahren nicht vorstellbar war, ist heute an der Tagesordnung.“ Darum betont Radwan: „Über 70 Jahre Frieden in der Europäischen Union sind Basis für unser heutiges Leben.“

Aber wer ist schuld, dass der Rechtsextremismus und rechte Anti-Alles-Parteien von Amerika, über Brexit-Brittanien bis Autokraten-Ungarn immer größere Erfolge feiern? Sind die großen Volksparteien vielleicht auch ein bisschen mit verantwortlich? Sie können am Freitag nachhaken.

Seine Strategie dieser unberechenbaren Welt zu begegnen: Verlässlich bleiben, sich an die eigenen Werte halten (die da wären: „Humanität, Eigenverantwortung, Solidarität und der hohe Stellenwert der Familie als Basis unserer Gesellschaft.“)

Seine Ziele für die Region:

„An der Spitze stehen die steigende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und wohnortnahen Arbeitsplätzen. Dies bedeutet weniger Verkehr und dass die Menschen weiterhin in ihrer Heimat leben können. Unser Oberland muss durch weitere Investitionen in die Infrastruktur zukunftsfähig gemacht werden. Dies betrifft den weiteren Breitbandausbau sowie den Einstieg in die Elektrifizierung der BOB.“

Und darüber hinaus:

„In Berlin sind es der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Finanzen in Deutschland sowie Europa und eine Steuerpolitik, die den Bürger entlastet. Sicherheit als Basis unseres Zusammenlebens muss auch stärker in den Fokus genommen werden. Die Sicherheitskräfte bei der Polizei und Bundeswehr sind Garanten dafür und verdienen unsere Anerkennung.“

Alexander Radwan ist vor einer Woche 53 geworden, ledig, und lebt in Rottach-Egern am Tegernsee.

kmm

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