Unwetterwarnung: Extreme Orkanböen am Alpenrand

Unwetterwarnung: Extreme Orkanböen am Alpenrand
+
Andreas Wagner tritt für die Linke im Wahlkreis 223 an.

Bundestagswahl 2017

Tölzer Kandidatencheck auf Herz und Nieren: Andreas Wagner (Linke)

  • schließen

Sieben Direktkandidaten buhlen bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach um die Erststimmen. Andreas Wagner tritt für die Linke an. Der 45-Jährige im Kandidatencheck.

Bad Tölz - Andreas Wagner lebt in Geretsried. Er ist verheiratet und hat wei Söhne (17 und 19) und eine Tochter (14). Er arbeitet als Heilerziehungspfleger beziehungsweise derzeit als freigestellter Betriebsratsvorsitzender. 

Nach dem Abschluss der Hauptschule, absolvierte er eine Ausbildung zum Werkzeugmacher sowie Heilerziehungspfleger und machte eine Weiterbildung zum Mediator. 2005 trat Wagner in die neu gegründete Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit ein. 2007 schlossen sich WASG und PDS zur Partei „Die Linke“ zusammen, der Wagner seitdem angehört.

Der 45-Jährige steht konsequent für Friedenspolitik und Abrüstung. „Ich glaube, dass man durch Militäreinsatz, durch Krieg, das zerstört, das man eigentlich meint zu verteidigen“, sagte er im Live-Stream mit dem Tölzer Kurier. Er ist wie seine Partei für einen Austritt aus der Nato beziehungsweise deren Auflösung. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hält er für eine „Aufgabe mit Verfassungsrang in Bayern. Das wirkt sich auf den ganzen Wohnungsmarkt aus, wenn von staatlicher und gemeindlicher Seite Wohnungen gebaut werden ohne Gewinnerzielungsabsicht. Wir wollen die Spekulation mit Wohnraum verbieten.“

Wagner plädiert dafür, Hartz IV durch 1050 Euro Mindestsicherung („und das sanktionsfrei“) zu ersetzen. Forderungen nach noch mehr Überwachung lehnt er ab. „Da wird den Leuten Sicherheit suggeriert, die dadurch aber nicht geschaffen wird. Man muss Terroristen von Finanzierungsquellen abschneiden und die Propaganda-Grundlagen entziehen.“ Er ist gegen eine Obergrenze: „Asyl ist ein Menschenrecht.“ Allerdings, so Wagners Meinung, hätte man vieles in den vergangenen Jahren beim Thema Asyl „besser machen können“.

Und wie bewertet Wagner, dass es viele Wechselwähler gibt, die von der Linken zur AfD gehen? „Es ist legitim, wenn man als Wähler signalisiert, dass sich etwas ändern muss, und eine Partei sucht, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt und die Sorgen der Menschen aufgreift – was ich bei der AfD nicht so sehe. Die macht blanken Populismus. Wir machen Politik für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft. Wir stehen für Verständigung und ein solidarisches Miteinander. Die AfD steht für Ausgrenzung.“

Aber arbeitet die Linke eigentliche die eigene Vergangenheit ihrer Mitglieder, die bei der Stasi waren, auf? „Ich glaube schon, dass die Linke aus der Vergangenheit lernt und sich damit auseinandersetzt. Die Linke ist eine der Parteien in Bundestag, die vehement gegen neue Überwachungsgesetze agiert und die Rolle von Geheimdiensten heutzutage immer wieder kritisiert.“

Wagner ist für eine Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro und plädiert für eine Reformierung der Europäischen Union.

Als Direktkandidaten im Walhkreis 223 Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach bewerben sich Alexander Radwan (CSU),  Hannes Gräbner (SPD), Karl Bär (Grüne), Andreas Wagner (Linke), Fritz Haugg (FDP),Constantin Leopold Prinz von Anhalt-Dessau (AfD) und Maximilian Stocker (Bayernpartei).

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Auf dem Hinterrad an der Polizei vorbei
In Deutschland werden wieder deutlich mehr Motorräder zugelassen. Das merkt auch die Polizei bei ihren Kontrollen im Jahr 2018.
Auf dem Hinterrad an der Polizei vorbei
Kreisausschuss berät über Geburtshilfe
Im Landratsamt beginnt die Sitzung des Kreisausschusses. Auf der Tagesordnung stehen verschiedene Anträge zum Thema Geburtshilfe.
Kreisausschuss berät über Geburtshilfe
Leserfoto des Tages: Abendspaziergang im Badeteil
Leserfoto des Tages: Abendspaziergang im Badeteil
Termine des Tages: Das steht an am Montag
Termine des Tages: Das steht an am Montag

Kommentare