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Maximilian  Stocker tritt im Wahlkreis 223 für die Bayernpartei an.

Bundestagswahl 2017

Tölzer Kandidatencheck auf Herz und Nieren: Maximilian Stocker (Bayernpartei)

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Sieben Direktkandidaten buhlen bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach um die Erststimmen. Maximilian Stocker tritt für die Bayernpartei an. Der 25-Jährige im Kandidatencheck.

Bad Tölz - Maximilian Stocker wohnt in Icking und ist ledig. Als Direktkandidat der Bayernpartei, der Stocker seit 2013 angehört, ist er sicher der Exot unter den Direktkandidaten. Der Brauer und Mälzer erlangte allerdings einiges an Popularität, als er 2016 mit einer Online-Petition dagegen vorging, dass der Bayerische Rundfunk die Volksmusik aus dem täglichen Programm verbannen wollte. Knapp 20.000 Unterstützer unterschrieben die Petition.

Im Live-Stream mit dem Tölzer Kurier plädiert Stocker wie seine Partei für die Unabhängigkeit Bayerns. „Bayern passt kulturell nicht mit Deutschland zusammen. Wir haben eine ganz andere Mentalität. Ich sehe mehr Gemeinsamkeiten mit Tirol als mit Mecklenburg-Vorpommern.“ Bayerische Interessen stünden oft im Gegensatz zu deutschen Interessen. „Meiner Meinung nach wird Bayern von Deutschland ausgenutzt. Wir geben mehr, als wir bekommen. Wir sind wirtschaftlich stark und brauchen den Bund nicht.“

Was die Bayernpartei eigentlich von der AfD unterscheidet, wollte ein User im Live-Stream wissen. „Wir stehen politisch bei Weitem nicht so weit rechts wie die AfD. Außerdem ist die AfD deutschnational und arbeitgeberfreundlich.“

Stocker liegt das Thema Pflege am Herzen. „Ich will mich gegen den Pflegekräfte-Mangel einsetzen. Solche Berufe sollten vom Staat mehr gefördert werden, zum Beispiel durch Steuer-Erleichterungen.“ Er ist für einen Mindestlohn und für eine Vermögenssteuer, aber gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft. Die Energiewende sei notwendig, „geht aber zu schnell über die Bühne“.

Stocker ist gegen eine Obergrenze bei Asylbewerbern. „Bei uns in der Region läuft die Integration von Asylbewerbern super. Jeder, der politisch verfolgt ist, soll Asyl bekommen. Es gibt aber auch Wirtschafts-Flüchtlinge, die keinen berechtigten Asylgrund haben.“

Stocker ist für die Ehe für alle und die Legalisierung von Marihuana. „„Die Partei ist überwiegend dagegen. Ich sehe dieses Thema differenziert.“

Als Direktkandidaten im Walhkreis 223 Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach bewerben sichAlexander Radwan (CSU),  Hannes Gräbner (SPD), Karl Bär (Grüne), Andreas Wagner (Linke), Fritz Haugg (FDP), Constantin Leopold Prinz von Anhalt-Dessau (AfD) und Maximilian Stocker (Bayernpartei).

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