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Sinologin Eva Ballig erklärte den chinesischen Jugendlichen kulturelle Besonderheiten Deutschlands.

Chinesische Austausch-Schüler zu Gast an der Tölzer BOS

Weißwurst mit Yasmintee

Bad Tölz - Die Tölzer Fachoberschule pflegt  den Austausch mit dem chinesischen Wuhan. Beim Besuch im Oberland sind die Schüler aus Fernost begeistert von der gastfreundschaft. Nur das Essen ist für einige gewöhnungsbedürftig. 

Benjamin Church kommt aus einer Millionenmetropole. Seine Heimat ist die Stadt Wuhan in China. Er ist zwar begeistert vom Oktoberfest, der 19-Jährige aus China kann aber nichts mit deutschem Brot anfangen: „Es ist hart wie Stein“, sagt er. 

Nachdem im vergangenen Schuljahr einige Schüler der Tölzer Fachoberschule (FOS) für zwei Wochen in Wuhan zu Gast waren, besucht jetzt eine chinesische Delegation das Oberland. Ganz anders als Church bewertet Chinesin Judie Lee die deutsche Kost: „Ich mag das deutsche Weißbrot und die Würstchen, und dass die Häuser hier nicht so hoch sind.“ Einig sind sich Church und Lee in einem: „Die Deutschen sind sehr freundlich, aufgeschlossen, enthusiastisch und leidenschaftlich.“ Attribute, die Deutschen sonst eher selten zugeschrieben werden. Nur ein Lob aus Höflichkeit? Die Antwort bleibt offen. 

Die Sinologin Eva Balling, die den Chinesisch-Wahlkurs an der FOS leitet, spricht fließend Chinesisch. Bei einer Tasse Yasmintee erklärte die 32-Jährige den jungen Besuchern kulturelle Besonderheiten Deutschlands. Zum Beispiel erläuterte sie, warum Deutsche keinen Wert auf besonders helle Haut legen. Die Jugendlichen sind bei Gastfamilien in Bad Tölz und Umgebung untergebracht. Drei Wochen lang reisen sie durch das ganze Land. Einen Teil der Reisekosten tragen die Schüler selbst. Das Projekt wird aber auch durch Sparkasse und Raiffeisenbank, den Förderverein der FOS und von der Privatperson Heidi Keimel unterstützt. Zum Abschluss gab es dann noch ein gemeinsames Weißwurstfrühstück.

Nora Linnerud

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