Christiane Bader (23) ist die erste Einsatzleiterin im Rettungsdienst des BRK im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer überreichte der ausgebildeten Notfallsanitäterin die Ernennungsurkunde.
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Christiane Bader (23) ist die erste Einsatzleiterin im Rettungsdienst des BRK im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer überreichte der ausgebildeten Notfallsanitäterin die Ernennungsurkunde.

Ehrenamt

Christiane Bader ist erste weibliche Einsatzleiterin beim BRK

Mit 23 Jahren übernimmt Christiane Bader aus Arzbach in ihrem Ehrenamt beim Rettungsdienst des BRK in Bad Tölz-Wolfratshausen große Verantwortung.

Bad Tölz/Arzbach – Bei größeren Einsätzen des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) im Landkreis wird künftig auch eine Frau Regie führen. Christiane Bader ist die erste Einsatzleiterin im Rettungsdienst des BRK im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Jüngst wurde die 23 Jahre alte Arzbacherin von BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer in ihr neues Amt berufen.

Bader ist seit 2015 im BRK aktiv. 2016 begann sie ihre Ausbildung zur Notfallsanitäterin und ist seither in diesem Beruf aktiv. Sie wird sich ihre Aufgaben mit 14 weiteren Einsatzleitern in der Region teilen und ist entsprechend geschult.

„Es ist schön, die erste Frau in diesem Bereich zu sein“, sagt Bader. Der Wunsch, diesen Schritt zu gehen, sei mit der Zeit in ihr gewachsen. „Die Einsatzleitung ist einfach ein interessanter Teil des Rettungsdienstes.“ Und mit Sicherheit auch ein anspruchsvoller, denn Baders zukünftige Aufgaben sind vielfältig.

Aufgaben der Einsatzleiterin sind vielfältig

Bei Einsätzen wird sie unter anderem Ansprechpartnerin des Rettungsdienstes für alle am Einsatz beteiligten Kräfte wie Polizei und Feuerwehr sein und die ständige Kommunikation mit der Integrierten Leitstelle aufrecht erhalten. Außerdem wird Bader den reibungslosen Einsatzablauf sicherstellen, die Schadenslage beurteilen und die rettungsdienstlichen Einsatzkräfte koordinieren. Schließlich gehören noch die Verteilung der Patienten auf die Krankenhäuser, die Dokumentation des Einsatzgeschehens und das Erstellen des Abschlussberichtes zu ihren Aufgaben.

„Die Einsatzleitung ist ein ehrenamtlicher Dienst“, sagt Andreas Schäfer. Christiane Bader werde für diese Extraarbeit nicht entlohnt. Um so höher sei dieses Engagement zu werten, so der Kreisgeschäftsführer. Für die 23-Jährige ist das kein Grund, sich von diesem Weg abhalten zu lassen: „Es ist einfach ein sehr vielfältiges Feld, und ich arbeite immer wieder mit neuen Teams zusammen.“ Das habe letztlich den Ausschlag gegeben – und natürlich sei auch eine gehörige Portion Leidenschaft für den Beruf mit dabei.

Von Arndt Pröhl

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