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Ist optimistisch: Basti Hirsch aus Gaißach verkauft Brotzeitzubehör und Küchengeschirr a us Olivenholz. 

Christkindlmarkt

Christkindlmarkt: Händler ziehen durchwachsene erste Bilanz

Es mag am nasskalten Wetter liegen, aber die Zwischenbilanz nach zwei Wochen Tölzer Christkindlmarkt fällt durchwachsen aus.

Bad Tölz –  „Wesentlich schlechter als im letzten Jahr“ läuft es bei Wilhelm Reischl. Der Korbflechter kommt schon seit 20 Jahren zum Tölzer Markt und sagt: „Die Leute gehen bei schlechtem Wetter einfach nicht raus.“ In den vergangenen zwei Jahren sei es deutlich trockener gewesen. Die Standgebühren seien zudem, so Reischl, zu hoch. „Am Münchner Marienplatz zahlt man die Hälfte“, sagt der 65-jährige Landshuter.

Bei Basti Hirsch läuft der Verkauf von Koch- und Brotzeitzubehör aus Olivenholz bisher auch eher mäßig. Er bleibt aber entspannt und erklärt sich das damit, dass „die Einheimischen das jetzt alles schon haben“. Laut Hirsch kaufen eher die Touristen seine Produkte. Für die Stadt hat er lobende Worte: Die Organisation sei gut. „Es passt alles mit dem Strom und auch die Toiletten oben sind ganz praktisch.“ Ein extra Angebot für den Familientag, den es heuer erstmals immer mittwochs gibt, hat Hirsch nicht, aber: „Wenn Kinder einkaufen und selber bezahlen, gebe ich Rabatt.“

Optimistisch ist Michael Mannheim. Der erste Samstag sei zwar wegen des Wetters nicht gut gewesen. „Aber jetzt geht’s ja erst richtig los, weil die Leute ihre Gehälter bekommen haben“, sagt der Metzger im Ruhestand, der Bratwürste und hausgemachtes Geräuchertes verkauft. Der 76-Jährige hat sich auch ein Angebot für den Familientag überlegt. Für Kinder gibt’s Kalbsbratwürstl in der Semmel und einen Kinderpunsch für 3 Euro.

Beim Met-Stand gegenüber vom Stadtmuseum ist Katharina Konrad mit den ersten zwei Wochen „zufrieden.“ Ihr Met – ein aus Honig, Wasser und Hefe vergorener und gefilterter Wein – ist ein Verkaufsschlager. „Der ist hausgemacht und nicht so süß,“ sagt Konrad. Die Familie der Holzkirchnerin „erntet“ von 100 Bienenvölkern den Honig für das Getränk. Motiv-Kerzen und Bonbons gibt’s am Familientag bei ihr vergünstigt.

Schon beim ersten Weihnachtsmarkt 1992 war Gudrun Döbereiner mit ihrem „Arche Noah“-Stand dabei. Sie ist bisher zufrieden mit dem Verkauf der Holz-Spielsachen. Veränderung durch den Organisationswechsel – von den Aktiven Tölzern zur Stadt – hat sie nicht bemerkt. „Ich möchte meinen Kunden für ihre Treue danken“, sagt die Lenggrieserin.

Auch beim Kinderkarussell „läuft alles rund“, scherzt Peter Kellner. Die Attraktion „rentiert sich“. Für Familien spendiert Karussell-Inhaber Hannes Zintel von der Blombergbahn am Familien-Mittwoch Karten nach dem Prinzip „vier für drei“.

Nora Linnerud

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