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Verfassten einen kritischen Bericht über den Tölzer Christkindlmarkt: (hintere Reihe, v. li.) Leonie, Gina, Ann-Sofie, Magdalena, Elisa und Nicolas sowie (vorne) Vendel, Levente, Marcel, Erik und Erik von der Montessori-Schule. 

Montessori-Schule

Christkindlmarkt im Kindertest: Viel Luft nach oben

Bad Tölz –  Christkindlmarkt im Praxistest: Eine Projektgruppe der Montessori-Schule nimmt das Angebot unter die Lupe. Standbetreiber reagieren unfreundlich

Wie kinderfreundlich ist der Tölzer Christkindlmarkt? Dieser Frage ging kürzlich eine Projektgruppe der Musisch-Aktiven Montessori-Schule auf den Grund. 20 Mädchen und Buben unterzogen das Angebot in der Tölzer Marktstraße einem Praxistest. Das Ergebnis fiel durchwachsen aus – hier der anschließend verfasste Bericht der Kinder im Wortlaut:

„Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt und die Stände auf ihr Angebot, Preise, Freundlichkeit und Auskunftsbereitschaft geprüft. Da die Stadt Bad Tölz sagt, ihr sei Kinderfreundlichkeit wichtig, haben wir auch darauf geachtet.

  • Auf einem Christkindlmarkt haben wir mehr „Kreatives“ als „Essen und Trinken“ erwartet. Zu unserer Enttäuschung mussten wir feststellen, dass die große Mehrheit der Stände Esswaren verkauft. Dies finden wir schade, denn wir gehen ja nicht wegen dem Essen, sondern wegen Weihnachten auf den Weihnachtsmarkt. Zum Zeitvertreib für Kinder gibt es nur zwei Losbuden und ein Kinderkarussell. Sehr kinderfreundlich finden wir das nicht.
  • Bei den Preisen waren wir sehr erstaunt. Am Stand Nummer 8 gab es den günstigsten Kinderpunsch für 1,50 Euro, und lecker war er auch. Überhaupt war der Standbetreiber von Nummer 8 sehr freundlich und aufgeschlossen zu uns. Umso erschreckender war, dass wir am Stand Nummer 31 für 3,50 Euro einen Kinderpunsch mit der gleichen Menge bekommen hätten.
  • Beim Glühwein waren die Unterschiede nicht so groß. Der Durchschnittspreis beträgt 3 Euro.
  • Uns Kindern hat der Stand Nummer 207 am besten gefallen. Aber nicht weil es dort Süßigkeiten gab, nein, die Betreiber des Standes waren supernett zu uns. Und als wir sagten, dass wir die Stände ,prüfen‘, haben sie uns gebrannte Mandeln angeboten. Sie waren sehr lecker, aber irgendetwas war anders. Als wir genauer nachfragten, erklärten sie uns, dass sie die Mandeln mit wenig Zucker machen, damit sie kalt auch noch gut schmecken.
  • Der Großteil der Betreiber war unfreundlich zu uns Kindern. An einem Stand wollten wir wissen, wie viel in einer Tasse drin ist, aber die Verkäuferin hat gerade telefoniert, also haben wir gewartet und gewartet und gewartet und dann wurden wir unfreundlich weggeschickt. Das fanden wir unerhört!
  • Fürs nächste Jahr würden wir uns ein kleines Feuer wünschen, um das man stehen und wo man gemütlich reden kann. Schön wäre auch eine Bastelmöglichkeit für Kinder. Wir haben die Idee, vielleicht eine Hütte oder einfach unter freiem Himmel Tische und Bänke aufzustellen, wo Kinder zum Beispiel an das Christkind einen Wunschzettel schreiben können. So hätten die Eltern die Möglichkeit, zu zweit einen Glühwein zu trinken.
  • Wenn die Buden noch ein bisschen weihnachtlicher geschmückt wären, wäre es auch optisch ein wunderschöner Weihnachtsmarkt.“

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