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Christkindl- und Ostermarkt werden künftig von der Stadt organisiert. 

Stadtentwicklungsausschuss

So schaffen’s Händler künftig auf den Markt

Bad Tölz – Die Stadt stellt die neue Satzung für Christkindl- und Ostermarkt vor. Ab sofort gibt es ein Bewerbungsverfahren und eine Bewertungsliste.

Die Aktiven Tölzer sind als Veranstalter draußen. Nun muss die Stadt Christkindl- und Ostermarkt in Eigenregie organisieren. In der Sitzung des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses präsentierten Silke Furmanek aus der Kämmerei und Susanne Frey-Allgaier von der Tourist-Info die neuen Richtlinien.

Festgeschrieben ist demnach künftig die Dauer der Märkte. Das war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Streitpunkt. Der Christkindlmarkt eröffnet – laut Satzung – künftig am letzten Freitag im November und endet an Heiligabend. Der Ostermarkt beginnt stets am Freitag vor Palmsonntag und endet am Ostermontag. „Ist damit die Option für einzelne Stände über den 24. Dezember hinaus weg?“, erkundigte sich Florian Rein (FWG) und packte ein heißes Eisen an. Viele, etwa die Tourist-Info, wünschen sich in der eher toten Zeit zwischen den Jahren noch Veranstaltungen in der Marktstraße. Kritiker dagegen begrüßen, dass es nach Heiligabend noch eine echte staade Zeit gibt.

Die neue Marktsatzung lässt Spielräume. „Ein paar Hütten mit Gastronomie können nämlich immer stehen bleiben“, sagte Bauamtsleiter Christian Fürstberger. „Das geht mit normaler Gaststättenerlaubnis.“

Um einen Stand von der Stadt zu bekommen, gibt es künftig ein Bewerbungsverfahren, das an diverse Kriterien gebunden ist. Zum Beispiel das Sortiment. Die Stadt wünscht sich beim Christkindlmarkt Kunsthandwerk (40 Prozent), alltagstypische Waren wie Kleidung und Lebensmittel (25), Gastronomie (25 bis 30) sowie Glühwein oder Süßwaren (5 bis 10). Zudem soll es ein bis zwei Kinderfahrgeschäfte geben, eine Handwerkerhütte sowie – ganz wichtig – ein bis zwei Vereinshütten auch in wechselnder Besetzung, ein bis zwei Hütten für soziale Träger sowie eine Tombolahütte. Der Ostermarkt ist ähnlich strukturiert – aber ohne Vereinshütten.

Martin Harrer (FWG) bat darum, dass soziale Träger dauerhafte Standorte zugewiesen bekommen. Apropos Hütten: Die rund 60 Stück, die momentan an der Giglsäge in Ellbach stehen – gehören zum Großteil noch den Aktiven Tölzern. „Wir sind aber in den Verhandlungen über eine Ablösung schon recht weit fortgeschritten“, sagte Frey-Allgaier auf Nachfrage. Zeitdruck gebe es nicht. Man könne problemlos auch neue Hütten kaufen.

Zum Bewerbungsverfahren für die Stände gehört auch eine Bewertungsliste der Standbetreiber. 100 Punkte sind erreichbar. 20 gibt es für die Qualität und Exklusivität der Ware, 20 weitere für die Präsentation, 15 für mängelfreie Zusammenarbeit in der Vergangenheit, 10 für faire Preise, 10 weitere für den Kundenservice sowie regionalen Bezug von Geschäft und Waren. Neubewerber erhalten, um ihre Chancen zu verbessern, ebenso 10 Punkte. 5 gibt es für die Betriebsführung. „Bei Mängeln sollte es auch Abzüge geben“, wünschte sich Robert Paintinger (CSU) nicht nur ein „reines Bonussystem“. Das sei fairer. Er konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Andrea Grundhuber (Grüne) gefiel das Bewertungssystem, weil endlich honoriert werden könne, wenn Standbetreiber auf Barrierefreiheit und Kinderfreundlichkeit achteten. cs

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