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Das Team von der Tölzer Commerzbank (v. li.): Filialdirektor René Stöckel, Servicemitarbeiterin Martina Wedhorn, Kundenberaterin Brigitte Paulus sowie Bauspar- und Finanzierungsspezialist Stefan Wagenhofer.

Bilanz-Gespräch

Commerzbank: Klares Bekenntnis zum Standort Tölz

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Die Commerzbank bekennt sich klar zu ihrem Standort in Bad Tölz  - und würde sich über einen  Auszubildenden freuen.

Bad TölzViele Bankgeschäfte lassen sich heute im Internet erledigen. Ihre Filialen vor Ort bauen zahlreiche Geldinstitute deswegen ab – das ist auch im Landkreis zu beobachten. René Stöckel, Chef der Commerzbank in Bad Tölz, macht aber auch eine gegenteilige Bewegung aus. „Der Trend geht wieder weg vom reinen Online-Banking. Für gewisse Themen, wie Baufinanzierung, wünschen sich die meisten Kunden einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort.“ Beim Bilanzpressegespräch am Dienstag betonte der Wolfratshauser (40) daher: „Wir bekennen uns 100-prozentig zum Standort Bad Tölz.“

Eine Filialschließung stehe also gar nicht zur Debatte. Ausgesprochene Konzernstratagie sei es vielmehr, an den deutschlandweit 1000 Filialen in der Fläche festzuhalten. Das ändere nichts daran, dass die Commerzbank gleichzeitig anstrebe, dass bis 2020 stolze 80 Prozent der Bankvorgänge digital abgewickelt werden.

Im Prinzip ist das Geldhaus seit 1982 an der Marktstraße 30 ansässig – ursprünglich als Dresdner Bank, bis diese 2009 von der Commerzbank übernommen wurde. Außer Stöckel sind hier drei weitere Mitarbeiter im Einsatz. Es handelt sich allerdings auch schon um die einzige Filiale im südlichen Landkreis. 2432 Privatkunden zählte die Tölzer Commerzbank im Jahr 2017. Trotz dieser vergleichsweise überschaubaren Zahl lohne sich der exklusive Standort in der Innenstadt, versichert Stöckel. „Die Niederlassung in München sieht, dass unsere Filiale wächst und Potenzial hat. Deswegen brauchen wir da keine Befürchtungen zu haben.“

Immerhin 93 Kunden hat die Tölzer Commerzbank 2017 dazugewonnen. Auch andere Kennzahlen wiesen nach oben. Sprunghaft um 40 Prozent nach oben schnellte das Volumen der neuen Baufinanzierungen – auf 6,5 Millionen Euro. Das Kreditvolumen, das an die Kunden in Bad Tölz und Umgebung ging, lag bei 17 Millionen Euro. Um 13 Prozent stiegen die Neueinlagen in Wertpapiere auf 1,8 Millionen Euro.

Diesen Trend will Stöckel im laufenden Jahr noch verstärken. Denn dass noch immer 11 Millionen Euro als Einlage auf den Konten der Kunden liegen und dort in der aktuellen Niedrigzinsphase nach Verrechnung mit der Inflation an Wert verlieren, „tut uns in der Seele weh“, wie Bank-Sprecherin Renate Christ sagte. „Hier wollen wir mit unseren Kunden 2018 noch stärker ins Gespräch kommen“, so Stöckel. Denn selbst mit dem konservativsten Anlegerprofil sei auf dem Aktienmarkt noch immer eine Rendite von 2,5 bis 2,7 Prozent zu erzielen. Bis dagegen der Zinssatz der Europäischen Zentralbank wieder das Inflationsniveau erreiche, dauere es wohl noch vier bis fünf Jahre.

Noch einen großen Wunsch hat Stöckel für heuer: „Ich würde mich sehr freuen, wieder einen Auszubildenden in unserer Filiale zu haben“, sagt er. Dafür will er jetzt zum Beispiel an der Tölzer Berufsschule Werbung machen.

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