Kinder mit Maske im Unterricht
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Mit Überschreiten des Signalwerts von 50 müssen ab Montag alle Schüler Masken auch während des Unterrichts tragen -auch die Grundschüler.

Ab 26. Oktober gelten verschärfte Regeln

Corona-Ampel in Bad Tölz-Wolfratshausen zeigt Rot: Maskenpflicht auch für Grundschüler

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz über den Signalwert von 50 gestiegen. Damit gilt ab Montag, 26. Oktober, auch für Grundschüler eine Maskenpflicht im Unterricht.

  • Mit dem Überschreiten des Signalwerts von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sprang die Corona-Ampel für Bad Tölz-Wolfratshausen am Sonntag auf Rot.
  • Ab Montag, 26. Oktober, gelten nun verschäfte Regelungen.
  • Davon sind auch die Schulen betroffen. Dort gilt nun auch in den Grundschulen eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts.
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Bad Tölz-Wolfratshausen - Es hatte sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet: Die Zahl der Neuinfektionen stieg jeden Tag an. Am Sonntag, 25. Oktober, (Stand: 0 Uhr) meldete das Robert-Koch-Institut dann für den Landkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 52,4. Nach dem bayerischen Vorwarnsystem springt die Corona-Ampel damit auf Rot.  Damit treten verschärfte Regelungen in Kraft.

Maskenpflicht nun auch für Grundschüler im Unterricht

Eine davon trifft die Schulen: Mussten mit dem Überschreiten des Signalwerts von 35 in der vergangenen Woche bereits die Schüler weiterführender Schulen die Masken auch im Unterricht tragen, trifft diese Regelung nun auch die Grundschüler. Das sorgte in einigen Landkreisen, die den Grenzwert bereits überschritten haben, für großen Unmut. Die Landeshauptstadt München, aber auch die Landräte einiger oberbayerischer Landkreise hatten die Maskenpflicht für Grundschüler daher ausgesetzt.

Landrat Josef Niedermaier sieht keinen Spielraum

Nach einem Schreiben des bayerischen Gesundheitsministeriums vom vergangenen Freitag sieht Landrat Josef Niedermaier hier allerdings keinen Spielraum mehr. In dem Schreiben heißt es zwar, dass die Kreisbehörden „in begründeten Einzelfällen Ausnahmen von den Vorgaben der Verordnung zulassen“ können, diese müssten aber „aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar“ sein, ausführlich begründet und von der zuständigen Bezirksregierung genehmigt werden. Begründen könnte man das Aussetzen der Maskenpflicht für Grundschüler beispielsweise, wenn sich die steigenden Infektionszahlen auf eine Gemeinde oder eine Einrichtung im Landkreis begrenzen ließen. „Bei uns sind die Neuinfektionen aber diffus über alle Gemeinden verteilt“, sagt Niedermaier.

Also werde die Vorgabe, dass auch Grundschüler im Unterricht eine Maske tragen müssen, vollzogen – auch wenn Niedermaiers persönliche Meinung eine andere ist. „Wo Menschen zusammenkommen und beieinander stehen, muss man aus meiner Sicht Masken tragen“, sagt er. Am Platz im Klassenzimmer, wenn Abstände eingehalten werden, hält er den Mund-Nasen-Schutz für nicht zwingend notwendig. „Aber die Meinung des Ministeriums ist eine andere. Und da gibt es für uns keinen Spielraum“, betont der Landrat. Das hat er auch den zahlreichen Eltern erklärt, die sich in den vergangenen Tagen bei ihm gemeldet haben.

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