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Corona: Geimpft wird in Bad Tölz-Wolfratshausen erst einmal in den Seniorenheimen

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer ist seit Montag auch in Deutschland zugelassen.  Foto: dpa
Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer ist seit Montag auch in Deutschland zugelassen. © Victoria Jones/dpa

Wenn alles glatt geht, wird ab 27. Dezember auch im Landkreis der Corona-Impfstoff verfügbar sein. Geimpft werden zunächst ausschließlich die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenheime.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Wie erwartet hat die EU-Arzneimittelbehörde am Montag den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen. Ab Sonntag, 27. Dezember, kann geimpft werden. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gehen alle Dosen des Impfstoffs aber vorerst an die mobilen Impfteams, die in den Pflegeeinrichtungen unterwegs sein werden.

Der Landkreis konzentriere sich im Moment gemäß der Priorisierungsliste auf die Bewohner der Seniorenheime, sagt Marlis Peischer, Pressesprecherin des Landratsamts, auf Anfrage. In den Einrichtungen fand in den vergangenen Wochen bereits eine Bedarfsabfrage statt (wir berichteten). Die mobilen Impfteams bestehen aus Mitarbeitern der Aicher Group, die auch das Impfzentrum in der ehemaligen Röntgenklinik der Kreisklinik Wolfratshausen betreiben wird.

Knapp 1200 Bewohner leben in den Seniorenheimen im Landkreis

Knapp 1200 Seniorinnen und Senioren leben in den verschiedenen Einrichtungen im Landkreis. „Anspruchsberechtigt wäre eigentlich auch das Pflegepersonal, aber wir konzentrieren die Bemühungen erst einmal auf die Bewohner“, so Peischer. Schon das dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen. Wie lange es tatsächlich dauern wird, sei unklar, so Peischer, da im Moment noch nicht bekannt ist, über wie viele Impfdosen der Landkreis in den kommenden Wochen überhaupt verfügen kann. „Wir gehen davon aus, dass nicht sofort die Zahl an Präparaten vorhanden sein wird, die notwendig wäre, um all diejenigen zu impfen, die gemäß der vom Bund festgelegten Kriterien als erstes geimpft werden sollen“, so Peischer. Zumal bei jedem Impfwilligen nach der ersten Dosis eine zweite im Abstand von einigen Wochen fällig ist.

Wann in den Impfzentren geimpft wird, ist derzeit offen

Daher sei im Moment auch noch unklar, wann tatsächlich zum ersten Mal in den Räumen des Wolfratshauser Impfzentrums selbst geimpft wird. „Wir sind aber auf jeden Fall bereit“, sagt Peischer. Klar sei aber auch, dass sich im Moment niemand wegen einer Terminvereinbarung an irgendeiner Stelle melden muss. „Wir werden bekannt geben, wenn in dem Zentrum geimpft wird“, sagt Peischer. Bis dahin werde es dann auch genauere Vorgaben zum weiteren Prozedere geben.

Gespräche mit der Tölzer Asklepios-Klinik laufen noch

Und was ist eigentlich mit dem zweiten Impfzentrum, das an der Tölzer Asklepios-Stadtklinik geplant ist? Hier gebe es immer noch kein definitives Ergebnis der Gespräche, sagt Peischer. Landrat Josef Niedermaier hatte zuletzt aber immer wieder deutlich gemacht, dass ein Zentrum im Landkreis nicht reichen werde. „Mittelfristig ist das nur mit zwei Standorten zu schaffen“, so der Landrat. Zudem gebe es an der Asklepios-Stadtklinik gute räumliche Möglichkeiten für die Errichtung eines zweiten Impfzentrums. „Das sollten und wollen wir nutzen.“ Die Gespräche hierzu verliefen bislang „sehr konstruktiv“, hieß es in der vergangenen Woche. Im Gespräch war, dass die Klinik die Ärzte für das Impfzentrum stellt, der BRK-Kreisverband könnte personelle Unterstützung bieten.

Dass beim zweiten Standort noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, dürfte im Moment noch kein Problem darstellen, da ohnehin noch nicht vor Ort geimpft wird. „Und die mobilen Teams der Aicher Group kümmern sich um die Heime im gesamten Landkreis“, so Peischer.

Eine Chronologie der Corona-Pandemie im Landkreis lesen Sie hier.

Die aktuellen Entwicklungen in Sachen Corona im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen finden Sie hier.

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