Hoffnungsträger in der Corona-Pandemie: der Impfstoff.
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Hoffnungsträger in der Corona-Pandemie: der Impfstoff.

Lieferungen für Freitag angekündigt

Corona im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Nun gibt es doch Dosen für die Erstimpfung

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Nun ist doch wieder alles anders: Ab Freitag 5. März, können in den Impfzentren in Bad Tölz und Wolfratshausen nun doch wieder Termine für Erstimpfungen vergeben werden.

Bad Tölz-Wolfratshausen - Es stünden Impfdosen der „planmäßigen Lieferungen“ von AstraZeneca, Biontech und Moderna für Erstimpfungen zur Verfügung“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Angekündigt sind unter anderem 800 Dosen AstraZeneca, die in die Impfung von Menschen unter 65 Jahren in der Priorität eins fließen. Weitere Lieferungen für die kommende Woche werden folgen.

Die bereits gelieferten Dosen von Biontech in dieser Woche sind weiterhin fast ausschließlich für Zweitimpfungen vorgesehen, heißt es in der Pressemitteilung.

Hatte der Einspruch des Landrats einen positiven Effekt?

Ob diese Lieferungen – wie beschrieben – tatsächlich in dieser Form geplant waren oder erst jetzt geplant sind, nachdem Landrat Josef Niedermaier Anfang der Woche laut geklagt hatte (wir berichteten), bleibt offen. Der Ton der Pressemitteilung ist jedenfalls auf Harmonie ausgelegt. Da ist die Rede davon, dass sich Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Landrat Josef Niedermaier einig seien, dass bedingt durch die Lieferungen des Bunds derzeit bayernweit zu wenig Impfstoff zur Verfügung steht. „Die dabei den Impfzentren im Landkreis zustehenden Mengen wurden und werden bei der Verteilung durch den Freistaat vollumfänglich und zuverlässig berücksichtigt“, so die Pressemitteilung.

Für die Impfstoffbeschaffung sei das Bundesministerium für Gesundheit zuständig. Bayern leite die Dosen „schnellstmöglich an die Impfzentren und Krankenhäuser aus“. Im Freistaat wurden von den bislang erhaltenen rund 1,6 Millionen Dosen aller Hersteller bis Ende dieser Woche insgesamt über 1,49 Millionen ausgeliefert.

„Wir haben auf Geheiß der Politik alles verimpft, was wir an Vorrat hatten, denn es hieß: Nachschub kommt.“

Die Bad Tölz-Wolfratshausen in der vergangenen Woche gelieferten 2634 Impfdosen seien restlos verimpft worden. Das hatte auch Niedermaier am Dienstag betont. „Wir haben auf Geheiß der Politik alles verimpft, was wir an Vorrat hatten, denn es hieß ja: ,Nachschub kommt‘.“ Der reiche in dieser Woche aber eben nur für Zweitimpfungen.

Verteilung richtet sich nach Bevölkerungsschlüssel

Die Verteilung auf die Landkreise richtet sich nach einem Bevölkerungsschlüssel sowie dem der Bezirksregierungen gemeldeten Bedarfe, erklärt das Landratsamt. Die Impfstoffe würden durch die Koordinierungsstelle Impfstoff nach Bevölkerungsproporz den einzelnen Regierungsbezirken zugewiesen. „Die Koordinatoren an den Regierungen übernehmen die Zuteilung für die Impfzentren. Dadurch lassen sich regionale Gegebenheiten, wie beispielsweise das Vorhandensein von besonders vielen Pflegeeinrichtungen, in einem Landkreis berücksichtigen.“ Gesundheitsminister Holetschek und Landrat eine jedenfalls „die Frustration über die immer noch geringe Menge an Impfstoff, die derzeit zur Verfügung steht“. Die für das zweite Quartal angekündigten Liefermengen werden sehnlichst erwartet.

Einen Überblick über die Entwicklung der Corona-Zahlen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gibt es hier.

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