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Corona-Impfzentrum: Standort an der Tölzer Klinik so gut wie fix

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Die Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz
Auf dem Gelände der Tölzer Asklepios-Klinik wird das Impfzentrum entstehen. © Asklepios

Für den Norden des Landkreises steht schon seit vergangener Woche fest, dass das Corona-Impfzentrum an der Kreisklinik in Wolfratshausen entsteht. Auch für den Süden des Landkreises ist eine Lösung so gut wie fix.

Bad Tölz - Mindestens zwei Corona-Impfzentren soll es im Landkreis geben. Bereits in der vergangenen Woche war für den Norden alles in trockenen Tüchern. Dort steht das Gelände der Wolfratshauser Kreisklinik als Standort fest (wir berichteten). Und auch für den Süden des Landkreises ist die Lösung nun spruchreif: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entsteht das Impfzentrum an der Asklepios-Stadtklinik in Bad Tölz. „Wir sichten derzeit zwar noch die Angebote, die wir eingeholt haben“, sagt Landrat Josef Niedermaier. Aber das sei die Lösung, auf die es hinauslaufen werde.

Impfzentren entstehen an, nicht in den Kliniken

Dass die Impfzentren „an“ und nicht „in“ den beiden Kliniken entstehen, ist Niedermaier in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Natürlich sei nicht vorgesehen, dass tausende Impfwillige in den kommenden Monaten durch die Krankenhausflure geschleust werden. In Wolfratshausen entsteht das Zentrum in leer stehenden, ehemaligen Praxisräumen, die derzeit hergerichtet werden. Es gebe einen separaten Zugang und einen weiteren Ausgang, so dass auch bereits Geimpfte mit den nicht Geimpften nicht in Kontakt kommen. Da Parken rund um die Kreisklinik am Moosbauerweg oft nicht so leicht ist und in den Impfzentren ja mit einem ständigen Zustrom von Menschen zu rechnen ist, soll ein bereits bestehender Parkplatz auf dem Klinikareal vergrößert werden, so Niedermaier.

Für Tölz soll die Klinik das Personal stellen, Unterstützung gibt es vom BRK

Betrieben wird das Wolfratshauser Impfzentrum von der Aicher Group. Die hat bereits Erfahrung im Landkreis, kümmert sie sich doch um das bestehende Corona-Testzentrum auf der Tölzer Flinthöhe. Und das ist immer noch gut frequentiert. In der vergangenen Woche ließen im dortigen Drive-in 556 Menschen einen Abstrich machen. Seit Eröffnung der Station Anfang September nahmen über 5700 Personen das Test-Angebot in Anspruch.

Anders wird die Konstellation in Bad Tölz aussehen. Auch dort soll das Impfzentrum auf dem Gelände der Klinik entstehen, nicht im Krankenhaus. „Der Plan sieht vor, dass Asklepios die Ärzte stellt“, sagt Niedermaier. Personelle Unterstützung gibt es vom BRK-Kreisverband. „Das BRK will sich um die Verwaltung kümmern und um die mobilen Impfteams.“ Letztere wird es an beiden Standorten geben. Sie sollen beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen zum Einsatz kommen. Dort laufe derzeit die Bedarfsabfrage, bestätigt der Landrat. Geklärt werden soll, wie viele Impfdosen benötigt werden. Zudem geht es um das Einholen von Einverständniserklärungen für Bewohner, die beispielsweise aufgrund von Demenz nicht mehr für sich selbst entscheiden können.

Vielleicht bleibt es nicht bei zwei Standorten

Beim Aufbau der Zentren ist durchaus Eile geboten. Bis zum 15. Dezember – so die Vorgabe des Freistaats – soll jeder Landkreis zumindest über einen Standort verfügen, auch wenn derzeit noch nicht klar ist, wann ein zugelassener Impfstoff tatsächlich auf dem Markt sein wird. Geimpft werden sollen dort täglich mehrere hundert Menschen. Zwei Impfdosen werden pro Person im Abstand von mehreren Wochen notwendig sein. Bis also auch nur ein Teil der 128 000 Landkreis-Bürger geimpft sein wird, werden Monate ins Land gehen. Wäre es da nicht sinnvoll, noch weitere Impfstandorte aufzubauen? Niedermaier beantwortet die Frage nicht mit Nein. Man werde nun aber erst einmal die weitere Entwicklung abwarten müssen, sagt der Landrat.

Einen Überblick über die aktuelle Entwicklung in Sachen Corona gibt es hier.

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