Anna Liebhart, Mitarbeiterin im Unverpackt-Laden „Ois ohne“ in Bad Tölz, freut sich schon wieder, wenn mehr Kunden kommen. Das Mittagstisch-Angebot wurde in der Pandemie eingestellt.
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Anna Liebhart, Mitarbeiterin im Unverpackt-Laden „Ois ohne“ in Bad Tölz, freut sich schon wieder, wenn mehr Kunden kommen. Das Mittagstisch-Angebot wurde in der Pandemie eingestellt.

Zweiter Geburtstag

Corona-Pandemie: Tölzer Unverpackt-Laden hofft wieder auf mehr Kundschaft

Der Unverpackt-Laden „Ois Ohne“ in Bad Tölz hat vor ein paar Tagen seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Wie der Laden die Corona-Zeit überstanden hat und welche Pläne es für die Zukunft gibt, darüber hat Diana Meßmer, ehrenamtliches Vorstandsmitglied bei „Ois Ohne“, mit dem Tölzer Kurier gesprochen.

Bad Tölz - „Wir sind total froh, dass während des Lockdowns bei uns geöffnet war und niemand krank wurde“, berichtet Diana Meßmer. Vor der Corona-Pandemie wurden das Bistro, das Frühstücksangebot oder das „Mittagessen im Glas“ des Unverpackt-Ladens gut angenommen. „Die Leute haben sich sehr gerne innen oder außen hingesetzt, wir hatten einen guten Umsatz“, erinnert sich Meßmer. Aber der Gewinn wurde kontinuierlich weniger. „Das Mittags-To-Go-Angebot ist nicht gut gelaufen, da die Schüler weggefallen sind, deshalb haben wir derzeit den Mittagstisch eingestellt, erklärt sie. „Aber noch halten wir uns über Wasser.“

„Umweltschutz kann man ohne Verzicht betreiben“, sagt Meßmer.

Das Prinzip des Unverpacktladens ist, etwas für den Klimaschutz zu tun und CO2 durch unverpackte Produkte einzusparen. Und das hat sich herumgesprochen. „Wir haben auch einige Unverpackt-Läden beraten, zum Beispiel in Weilheim und Pasing-Laim“, sagt Meßmer. Auf der Facebook-Seite des Tölzer Ladens wird für alle Interessierten beschrieben, wie die Anlieferung der einzelnen Waren abläuft. „Die Lebensmittel kommen in Tonnen, so fällt kein Plastik an. Leider haben wir noch keinen Zugriff auf eine plastikfreie Spedition, aber wir versuchen, die Anlieferung so gut wie möglich mit Leihgebinden abzuwickeln“, erklärt Meßmer. Andere Produkte dagegen, wie zum Beispiel die Shampoo-Bits, kommen nur in Papier verpackt und werden im Laden in Gläser umgefüllt. „Umweltschutz kann man ohne Verzicht betreiben“, sagt Meßmer.

Der Mais für die Tortillas kommt vom Starnberger See

Im „Ois Ohne“-Laden wird zudem auf die Regionalität der Produkte geachtet. So gibt es Tortilla-Chips aus alten Maissorten, angebaut am Starnberger See, süße „Energiekugeln“ und Riegel aus Lenggries oder Nudeln von einem Landwirt im Allgäu, der Dinkel anbaut.

Für die Zukunft wünscht sich Diana Meßmer, dass auch im Unverpackt-Laden wieder Normalität einkehrt. „Wir schauen, wie die Außengastro laufen wird, und möchten dann natürlich auch gerne wieder unser Bistro öffnen.“ Dennoch könnten noch mehr Kunden kommen. „Wir müssen betonen, wie wichtig es ist, Plastik einzusparen.“  oy

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