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Für langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden Hanns-Dieter Haas (2. v. li./50 Jahre) und Klaus Bohnenberger (40 Jahre). Bürgermeister Josef Janker (li.) und Ortsvorsitzender Ingo Mehner überreichten den beiden Urkunden. 

CSU-Ortsverband Bad Tölz

Wohnraum für Einheimische und Flüchtlinge

Bad Tölz - Das Thema Wohnraum stand im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Tölzer CSU. 

Der CSU-Ortsvorsitzende Ingo Mehner ist noch immer erzürnt, dass der Bau von neuem Wohnraum auf den Flächen der ehemaligen Tennisplätze an der Königsdorfer Straße nicht geklappt hat: „Wir waren wirklich verärgert, als diese Chance für junge Familien von allen anderen Fraktionen zunichte gemacht wurde“, sagte er bei der CSU-Ortshauptversammlung am Mittwochabend im Gasthaus Binderbräu. „Diese Flächen sind bis heute grüne Wiese – und werden es auf absehbare Zeit bleiben.“ Gelassener beurteilte Bürgermeister Josef Janker das Thema: „Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben.“

Generell stand das Thema Wohnungsbau im Mittelpunkt der Berichte. In der Stadt fehle sozialer Wohnraum, stellte Mehner fest und Wohnraum für junge Familien. Vor einigen Jahren hätten sich er und der inzwischen verstorbene Ortsvorsitzende Josef Gerg noch „als einsame Rufer in der Wüste“ gefühlt: „Aber schnell hatten wir die CSU hinter uns.“ Gerade Josef Janker sei ein Vorkämpfer dafür, Einheimischen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wie berichtet plant die Stadt derzeit sozialen Wohnungsbau an der Osterleite, an der General-Patton-Straße und gemeinsam mit der Lenggrieser Baugenossenschaft in der Tölzer Kohlstatt.

Es ging aber auch um Wohnraum für Flüchtlinge. Bisher habe die Stadt 413 Schutzsuchende aufgenommen, sagte Janker, „mehr als Wolfratshausen und Geretsried zusammengerechnet“. Der Bürgermeister sieht die Stadt gerüstet für die Zukunft, egal wie sich die Zahlen entwickeln. Wenn sie sinken und die Regierung von Oberbayern weniger Wohnraum benötigt, müsse sich niemand Gedanken machen, dass beispielsweise der derzeit laufende Neubau der Gemeinschaftsunterkunft auf der Flinthöhe nicht fertiggestellt und refinanziert werden könne. „Die Mietverträge dafür sind wasserdicht.“

Bei steigenden Flüchtlingszahlen gebe es ebenfalls kein Problem: „Wir haben einen zweiten Plan, den wir nur aus der Schublade ziehen müssen.“ Die Integration funktioniere dank eines „hervorragenden Helferkreises“.

Zuversichtlich ist Janker auch, wenn es um die Zukunft von Franziskanerzentrum, alte Madlschule und Franzmühle geht. Hier stehe ein Immobilien-Tausch im Raum. In der nächsten Woche werde ein Experte die Gebäude besichtigen und den Wert schätzen. In drei Monaten werde das Gutachten fertig sein, so Janker, „und dann wird sich der Stadtrat damit befassen“. Zeitnah würden Gespräche mit allen Mietern und Nutzern geführt. Janker betonte: „Wir werden uns alle Argumente anhören, und dann werden wir eine für alle Parteien akzeptable Lösung oder Alternative finden.“  pr

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