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Wo ist der Spielplatz hin?, fragten sich Anwohner aus dem Wohnviertel rund um den Girlitzer Weiher beim CSU-Stadtteilgespräch mit Ingo Mehner (re.). 

CSU-Stadtteilgespräch

Ärger über Saufgelage am Sportplatz in Bad Tölz

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Saufgelage am Sportplatz, Verkehrschaos vor der Südschule und ein aufgelassener Spielplatz am Girlitzer Weiher – das waren die wichtigsten Themen beim Stadtteilgespräch, zu dem der Ortsverband der CSU am Samstag eingeladen hatte. Eineinhalb Stunden lang diskutierten rund 40 Anwohner mit Stadträten.

Bad Tölz – Ein Anwohner beklagte sich, dass teilweise sehr temperamentvolle Gruppen mit bis zu 50 Personen auf dem Sportplatz trainieren, die sich gegenseitig anschreien. In der Spitze habe er einen Lärm von bis zu 95 Dezibel in seinem Garten gemessen: „Wenn man deshalb bei der Stadt anruft, wird man dumm abgefertigt.“ Eine Anwohnerin bestätigte, dass auf dem Platz an sieben Tagen in der Woche Hochbetrieb herrsche. An Wochenenden von neun Uhr morgens bis weit nach Mitternacht: „Die Saufgelage dort gehen bis vier Uhr in der Nacht.“ Sie habe selbst beobachtet, wie Jugendliche an der kleinen Materialhütte Kartons anzünden. Ein weiterer Anwohner fügte hinzu, dass man mit dem normalen Sportplatzbetrieb kein Problem habe, „aber es sollte halt keine Partyzone sein“.

Es sei ihm wichtig, dass alle Vereine im Ort eine geeignete Trainingsfläche hätten, antwortete Stadtrat Ingo Mehner: „Aber irgendwann muss natürlich Schluss sein.“ Er werde das Gespräch mit der Polizei suchen. Stadtrat Ludwig Janker regte an, dass bei Streifenfahrten auch ein Schwenk zum Sportplatz gemacht wird. Mehner könnte sich außerdem vorstellen, dass dort ein Toilettenhäuschen errichtet wird. „Ich glaube nicht, dass das mehr Leute anziehen würde. Aber das Gebiet um den Sportplatz herum würde dann vielleicht etwas weniger eingesaut werden.“

Anwohnerin Anna Reischl störte sich vor allem an der Verkehrssituation rund um die Südschule herum, die sich trotz der neuen Parkplätze noch nicht entscheidend verbessert habe. Vor allem würde der Fahrstreifen rund um die Parkplätze herum nicht genutzt. Die meisten würden lieber weiterhin rangieren. Sie selbst sei als Radlerin bei so einem Wendemanöver beinahe umgefahren worden: „Viele sind einfach zu blöd zum Autofahren.“

Planer Wolfgang Heubeck sagte, dass zunächst mal der Sand von den Parkplätzen entfernt werden müsse, um die Parkplatz-Markierungen sichtbar zu machen. Ingo Mehner regte an, Pfeile auf die Fahrbahn zu malen: „Vielleicht schnackelt’s dann bei dem einen oder anderen.“ Stadtrat Ludwig Janker plädierte zudem dafür, ein Ausfahrtsschild anzubringen.

Reischl kritisierte auch, dass der vor etlichen Jahren abgebaute Spielplatz am Girlitzer Weiher noch immer brach liegt: „Ich habe immer wieder an die Stadt geschrieben, aber es passiert nichts.“ Der Bedarf sei vorhanden, entgegnete Mehner, da es in der Umgebung keinen richtigen Spielplatz gebe. In dem Bereich am Girlitzer Weiher sei allerdings kein „Flaggschiff-Spielplatz“ wie am Taubenloch notwendig: „Niemand zum Beispiel aus dem Badeteil würde hierherfahren, um zu spielen.“ Ihm würde ein Spielplatz mit einem Sandkasten, einer Wippe und einem Klettergerüst vorschweben.

Zugleich könne man darüber nachdenken, den Mini-Spielplatz am Pfarrer-Noderer-Weg aufzulösen: „Zwei Spielplätze in 200 Meter Entfernung braucht niemand. Ein vernünftiger Spielplatz ist sinnvoller als zwei winzige.“

Übrigens: Auch die FWG hatte zum Stadtteilgespräch geladen

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