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Peter Frech (mit Mütze) und seine Mitveranstalter bekamen von der Tölzer CSU viel Lob.

CSU

Für die 16- bis 20-Jährigen ist zu wenig los

Bad Tölz – Über Veranstaltungen hat die CSU mit Peter Frecht diskutiert und zeigten sich zufrieden mit dem Angebot. Allerdings: Für die 16- bis 20-Jährigen ist zu wenig los.

Übervoll sei der Veranstaltungskalender der Tölzerstadt, stellte CSU-Vorsitzender Ingo Mehner am Donnerstagabend fest, als der Stammtisch der Partei bei Peter Frech im Biergarten des „Jailhouse“ zu Gast war. „Ich glaube, wir brauchen nicht mehr Veranstaltungen. Vielleicht brauchen wir aber andere oder die Bestehenden müssen anders gemacht werden?“

Das waren die Fragen, die der Tölzer CSU-Chef in die Runde warf. Einig waren sich dabei dann alle, dass es zwar insgesamt ganz gut passt, dass es aber für die Zielgruppe der 16- bis 20-Jährigen kaum Angebote gibt. „Und das betrifft sowohl Veranstaltungen als auch die Möglichkeiten zum Weggehen“, stellte Christian „Gutzie“ Gutmair fest.

Insgesamt wurde das Veranstalter-Tandem Frech/Gutmair mit Lob geradezu überschüttet. Ob Flohmärkte, US- Car- oder Oldtimer-Treffen, „Summer Village“, Harley Rock’n’Race oder heuer neu das Trucker-Treffen: Der Festplatz am Moraltpark ist regelrecht aufgeblüht, seit sich Frech seiner angenommen hat. „Das ist schon phänomenal, was ihr gerade mit dem ,Summer Village‘ auf die Beine gestellt habt. Das wird von Jahr zu Jahr sogar noch besser“, lobte Karsten Bauer. „Absolut super auch, dass ihr die Eintrittsgelder jedes Mal an sozial engagierte Organisationen spendet.“ Dass die Events überhaupt Eintritt kosten, hat aber noch einen weiteren Grund. „Eigentlich nehmen wir den Eintritt nur, um die Freibier-Lätschn fernzuhalten. Und das funktioniert sehr gut“, plauderte Frech aus dem Nähkästchen.

Er schilderte aber auch den großen Aufwand hinter den Veranstaltungen. Beispiel: das „Oberland Trucker-Treffen“, das heuer erstmals im September stattfindet. „250 Zugmaschinen, für die wir Platz haben, bedeutet auch wenigstens 180 Hänger, die irgendwo abgestellt werden müssen. Dafür haben wir alle möglichen Plätze im Isarwinkel angemietet. Etwa diverse Kiesgruben oder das Tölzer Flugplatzgelände.“ Viele seiner Veranstaltungen hätten sich aber auch von geplant klein zu mittlerweile ganz groß entwickelt. „Beim US-Car-Treffen haben wir anfangs mit etwa 100 Autos und 300 Besuchern gerechnet, gekommen sind rund 800 Fahrzeuge und 3000 Leute, die sie sehen wollten.“

Beklagt wurde seitens der Veranstalter, dass die behördlichen Auflagen immer ausufernder werden, auch wenn sie wie etwa beim Sicherheits-Konzept durchaus Verständnis dafür haben. „Aber wo man früher mit fünf Leuten reden musste, da sind es heute wenigstens 20“, führte Gutmair aus.

Jetzt sollen die beiden auch den Tölzer Christkindlmarkt betreuen, zumindest im Hintergrund. „Ich finde als Traditionalist den Markt gut, so wie er ist. Deshalb werden wir nur an Kleinigkeiten feilen, damit er attraktiv bleibt.“

Kritik äußerten die beiden lediglich an den Vorschriften, die effektive Werbung für Veranstaltungen vor den Toren der Stadt schwierig bis unmöglich machen. Letztlich bekundete Karl Drexl: „Tölz ist eine liebenswerte Stadt und ihr gehört dazu. Ihr macht’s eure Sache gut, macht’s weiter so.“  esc

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