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Wandern auf dem Brauneck : Auf dem Gebiet der Gemeinde Lenggries gibt es 400 Kilometer an Wegen. Diese sollen nun gemeinsam mit den anderen Kommunen einheitlicher beschildert werden. 

Neues Konzept

Damit das Wandern übersichtlicher wird

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Ein Wandernetz, das den südlichen Landkreis umfasst und einheitlich beschildert ist: Das wünschen sich die Gemeinden. Derzeit werden die Weichen für das neue Konzept gestellt.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Dunkelgrün oder gelb, Kilometer- oder Zeitangabe, ausführliche Infos oder kurze Beschreibung: Derzeit sind die Wanderwege im südlichen Landkreis äußerst unterschiedlich beschildert. Jede Gemeinde hat sich in der Vergangenheit selber darum gekümmert. Das soll in naher Zukunft anders werden. Ein Wanderwege-Konzept soll alles vereinheitlichen und übersichtlicher gestalten.


Erst die Daten erfassen, dann wird beschildert


Angestoßen wurde das Ganze von Ursula Grottenthaler, Leiterin der Tourist-Information Lenggries. „Wir sind eine Wanderregion“, erklärt sie auf Anfrage unserer Zeitung. „Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass die Gäste gut geleitet werden.“ Die wenigsten Wanderer würden an einem Ort bleiben. „Da werden oft Gemeindegrenzen überschritten. Es ist ein Gewinn für alle, wenn man ein gemeinsames Konzept findet.“

Das sieht auch Brita Hohenreiter so. Die Tölzer Kurdirektorin hält es für einen „seit Langem dringend notwendigen Schritt“. Andere Regionen in Oberbayern und auch Nachbarlandkreise seien hier bereits weiter. „Wandern ist für uns ein wichtiges, touristisches Thema.“ Deswegen sei es ganz wichtig, dass die Wege professionell verwaltet werden.

Vorgegangen wird nun in zwei Phasen. Zunächst werden die notwendigen Daten erfasst: „Wo sollen Schilder stehen? Wo gibt es Wege? Es gibt so viele schöne Wege, aber die wenigsten Leute können dazu genaue Daten sagen“, sagt Kochels Bürgermeister Thomas Holz. Alle Wege werden per GPS aufgenommen und digitalisiert, so dass die Wanderrouten beispielsweise auch im Internet bereitgestellt werden können. „Das ist heute längst so üblich“, ergänzt Brita Hohenreiter.

Zunächst müssen alle Gemeindenzustimmen

In der zweiten Phase wird die Beschilderung selbst vorgenommen. „Sie ist das Herzstück des neuen Konzepts. Da ist das Miteinander besonders wichtig“, sagt Holz. In Sachen Heilklimawandern habe man bereits einmal in ähnlicher Form gemeindeübergreifend zusammengearbeitet – „Tölzer Land Tourismus“ habe dasselbe bereits für Radstrecken gemacht, sagt Hohenreiter. „Das ist eine super Geschichte. Wir sind sehr daran interessiert.“

Kochel hat nach Lenggries und der Jachenau mit 150 die drittmeisten Kilometer an Wanderwegen im Südlandkreis. Die Gemeinderäte werden in der Sitzung am kommenden Dienstag darüber abstimmen, ob sich Kochel daran beteiligt. In Reichersbeuern steht es heute Abend auf der Tagesordnung, in Lenggries am Montag.

Die Abstimmung ist bereits in zwei Gemeinden erfolgt. Der Gaißacher Bürgermeister Stefan Fadinger begrüßte die Initiative in der jüngsten Sitzung sehr. Gaißach betreffen von den etwa 800 Kilometern an Wanderwegen im Landkreis rund 50. Die finanzielle Beteiligung der Kommunen wird danach bemessen, wie viele Kilometer im Gemeindebereich liegen. „Uns würde das etwa 4000 bis 5000 Euro kosten“, so Fadinger Auf etwa 7000 Euro käme die Gemeinde Wackersberg. Auch hier waren die Räte einstimmig dafür.

Die Gesamtkosten liegen pro Phase bei gut 200 000 Euro. Die Gemeinden hoffen allerdings auf Leader-Fördermittel. „Es gibt dafür genaue Vorgaben“, sagt Grottenthaler.

Zunächst einmal müssen alle Gemeinderäte und der Tölzer Stadtrat darüber abstimmen, ob sie das Konzept befürworten und unterstützen. Neben den Kommunen im südlichen Landkreis gibt es die Überlegung, auch Großweil (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) mit ins Boot zu holen, da es zur Gemeinde Kochel sehr viele Anknüpfungspunkte gibt. Sind die Zustimmungen da, wird Lenggries als Träger des Konzepts den Leader-Antrag bis Mitte Februar einreichen und alles Weitere mit den anderen Gemeinden koordinieren. Grottenthaler: „Wandern und unsere Natur ist eines unserer Hauptthemen. Das wollen wir weiterhin und verstärkt aktiv bewerben.“

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